"Glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?"
"Ja, das gibt es. Unser Leben hier ist nur dazu gedacht, dass wir wachsen und uns auf das Leben nach der Geburt vorbereiten, damit wir stark genug sind für das was uns erwartet."
"Ach geh, das gibt es doch nicht. Wie soll denn das überhaupt aussehen, ein Leben nach der Geburt?"
"Das weiß ich auch nicht genau. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?"
"So ein Unsinn! Herumlaufen, das geht doch gar nicht. Wo überhaupt? Und mit dem Mund essen, so eine komische Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Außerdem geht das Herumlaufen gar nicht, die Nabelschnur ist ja jetzt schon viel zu kurz".
"Doch es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders."
"Es ist noch nie einer zurückgekommen von 'nach der Geburt'. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Und das Leben ist eine Quälerei und dunkel."
"Auch wenn ich nicht so genau weiß, wie das Leben nach der Geburt aussieht, jedenfalls werden wir dann unsere Mutter sehen und sie wird für uns sorgen."
"Mutter? Du glaubst an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?"
"Na hier, überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie können wir gar nicht sein!"
"Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht."
"Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt...."
(Von Henry Nouwen.)
2011-03-28
Zwillinge in der Gebärmutter unterhalten sich.
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gerdbrunzema
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2010-10-25
The Wayfaring Stranger.
Er ist neulich gestorben. Ich rief im Seniorenwohnheim an, um mich für den üblichen monatlichen Wochenendtermin anzukündigen. "Wenn sie Sonntag kommen, kann ich nicht garantieren, das er dann noch hier ist."
Ich fuhr also am Freitag. Er lag in seinem Bett und starb gerade. Er war in der Nacht auf Samstag damit fertig. Er hatte seit einer Woche nichts mehr gegessen, keine Medikamente, nichts getrunken.
Als ich in ansprach sah er mich an und faltete die Hände. Hab ich übrigens auch getan, damit ihrs wisst.
Frieden wünsch ich ihm.
J. 3,16
Ich habe über ihn geschrieben. Hier, hier, hier, hier, hier, hier.
Vorgestern hab ich dann seinen Nachlass sortiert. Ich verwahre seine Zeichnungen und Bilder. Vielleicht stelle ich die mal online.
Ich hab jetzt eine Menge Stifte und Papier mehr.
Scheiße.
I'm just a poor wayfaring stranger
A-traveling through, this world of woe.
Yet there's no sickness, toil nor danger
In that bright land, to which I go.
I'm going there to see my father
I'm going there no more to roam;
I'm just go-ing over Jordan
I'm just go-ing over home.
I know dark clouds will gather round me
I know my way is rough and steep;
Yet beauteous fields lie just before me
Where God's redeemed, their vigils keep
I'm going there to see my mother
She said she'd meet me when I come;
I'm just go-ing over Jordan
I'm just go-ing over home.
I'm just a poor wayfaring stranger
I'm just go-ing over home.
Quelle
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gerdbrunzema
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2010-08-15
Authors@Google: Tim Keller.
Ich mag seine Stimme. Interessante Argumentation. Und er ist fair. Sieht man selten.
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gerdbrunzema
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2009-11-24
De profundis clamo ad te.
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gerdbrunzema
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2009-10-05
Mensch Paul.
Eine der schönsten Beschreibungen der Liebe, die ich kenne. Erstaunlicherweise von einem, der im allgemeinen als schon eher als hart und pedantisch und sowas fühlbar ist.
Die Liebe ist langmütig,
die Liebe ist gütig
die Liebe neidet nicht,
die Liebe tut nicht groß,
sie bläht sich nicht auf,
sie benimmt sich nicht unanständig,
sie ist nicht egoistisch,
sie lässt sich nicht erbittern,
sie rechnet das Böse nicht zu,
sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit,
sie freut sich aber mit der Wahrheit,
sie erträgt alles,
sie glaubt alles,
sie hofft alles,
sie erduldet alles.
So.
Jetzt machen wir mal ein Experiment:
Ich bin langmütig,
Ich bin gütig,
Ich neide nicht,
Ich tue nicht groß,
Ich blähe mich nicht auf,
Ich benehme mich nicht unanständig,
Ich bin nicht egoistisch,
Ich lasse mich nicht erbittern,
Ich rechne das Böse nicht zu,
Ich freue mich nicht über die Ungerechtigkeit,
Ich freue mich aber mit der Wahrheit,
Ich ertrage alles,
Ich glaube alles,
Ich hoffe alles,
Ich erdulde alles.
Tja. Das wären dann wohl weitgehend dreiste Lügen. Das schafft man wohl nicht von alleine. Leider.
Das soll anders werden. Das muss anders werden. Das wird anders werden.
Mal sehn.
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gerdbrunzema
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2007-10-18
Ave
So. Bin jetzt mal wieder in Hamburg. Irgendwie ist das Internetz hier besser. Da findet man dann sowas.
via
Das ist ja eigentlich lustig. So aus kunsthistorischer SichtPopartBlaBlaBla. Und aus katholischer?
Ich bin ja nun nicht katholisch. Aber ich denke, das ist auch katholisch gesehen witzig.
Und eigentlich ist das gar nicht witzig. Das beschreibt eigentlich nur den alten Wunder- und Schutzdurst mit Formen, die uns anlachen, weil sie uns wiedererkennen.
Um mal was zu dem großen Schaumgummihammer "Blasphemie" zu sagen: Blasphemisch ist die Herabsetzung von Heiligem. Was ist denn heilig? Heilig ist dasjenige, dem man Gestaltungsmacht mindestens biographischen, aber eigentlich weltgeschichtlichen Ausmaßes zubilligt. Schwer zu diskutieren, leicht lächerlich zu machen.
Wenn ich mich hier also über das Kommunistische Manifest in Spott und Hohn erginge, empfände das ein gstandna Kommunist als Blasphemie. Er würde das vermutlich nie so nennen, aber es wäre das gleiche, was er versucht wäre über heilige Texte anderer Überzeugungen zu sagen.
Blasphemie ist ein soziales Phänomen, kein religiöses.
Wie kam ich denn jetz darauf?
Weiß auch nich.
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gerdbrunzema
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