Und warum gibt es Kunst frug ich nochmal und leere, erstaunte Gesichter schauten von ihren Handys auf. Na, Kunst gibt Sinn, und ist wertvoll und schön und sieht gut aus und gefällt mir und ist cool und.
Wenn jeder sich also den Grund, warum es Kunst gibt beliebig ausdenken kann, so räsonierten wir, dann könne man es ja auch, aus Zeitersparnis einfach ganz lassen, einen Grund zu finden.
Aber warum gibt es dann Kunst, und es fing wieder an, das sich etwas Anstrengung in die Gesichter schlich.
Und dann kam er, der Satz, auf den ich gehofft hatte.
"Kunst liegt im Auge des Betrachters"
Sozusagen: Der eine mag Ellsworth Kelly, der andere Thomas Kinkade.
So? sagte ich. Wenn also der Betrachter ausschließlich bestimmt, was Kunst ist, Kunst also relativ ist, und zwar vollständig relativ zum Betrachter, wie kann ich dann wissen, ob Kunst überhaupt existiert? Wenn ich etwas als Kunst identifiziere, mit Begründung, Argumenten, Gefühl und all das, und jemand anderes sagt:
Nein.
Wie kann ich dann wissen wer recht hat? Ob überhaupt jemand recht hat?
Also wenn da was ist, das unter Kunst verhandelt wird, und darüber besteht kein Zweifel, dann kann das nicht vollständig relativ sein. Dieser Augen-Satz ist eine auf die Kunst angewandte Variante des Satzes, der seit den 60ern aus der Diskussion über das alles und den ganzen Rest nicht verschwunden ist, eine Tatsache, die mich immer wieder verdutzt.
"Alles ist relativ"
Es geht nicht. Der Satz (und damit auch die Augen-Satz-Variante) zerstört sich selbst. Denn er ist NOTWENDIG eine absolute Aussage. Wenn nur fast alles relativ ist, dann gibt es etwas absolutes, einen Nullpunkt im Koordinatensystem, den es zu finden gälte, koste es was es wolle, denn dort besteht Hoffnung auf Wahrheit.
Wenn der Satz aber eine absolute Aussage ist, ist nicht alles relativ.
So einfach und zur Denkfaulheit einladend UND die Hoffnung zerstörend ist das alles und der ganze Rest NICHT.
Wo und wie hat man die Chance, absolutes zu identifizieren? Und wie kann man sich da sicher sein, da ja absolutes per Definitionem etwas Gesetztes ist, also nicht beweisbar sein kann und darf (dann wäre es ja relativ zu den Beweisen).
Wir brauchen eine Konstruktion, die so etwas ist wie "risikoarmes Vertrauen aufgrund von starken Indizien".
Und wenn man die für Kunst finden kann, dann sollte sie auch für das alles und den ganzen Rest zu finden sein.
Denke ich. Aber vieles davon ist noch Baustelle.
Vieles.
2010-11-06
Jedem seine Kunst.
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gerdbrunzema
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22:09
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Labels: kunst, philosophie, theorie
2010-09-29
Signifikat und Signifikant und nach zu wenig Schlaf früh am Morgen.
Naja, und heute, heute morgen haben wir dann über Signifikat-Signifikant-Beziehungen geredet, was macht etwas zu einem Zeichen für etwas anderes, wieso ist die Übergabe einer Rose eine Liebeserklärung, ist die Rose am Stock genauso ein Symbol für eine Liebeserklärung oder nicht, nein ist sie nicht, eine Rose an einem Stock ist eine Rose, jaja eine Rose, also ist der fremde, oft dysfunktionale Kontext, also das die Rose nicht mehr am Stock ist, notwendig aber nicht hinreichend, denn es könnte ja auch eine Tulpe sein. Was ist überhaupt ein Zeichen beschlossen wir dann zu bedenken, denn es ist doch seltsam, dass die Zeichen, die zur Kommunikation (Sprache, Schrift, Morsezeichen, whatever) notwendig sind, nicht einfach einfach bleiben, sondern eigentlich immer die Tendenz haben komplexer und subtiler zu werden, warum ist das so, fragten wir uns, und naja, dachten wir uns, wenn die Zeichen einfach wären und einfacher würden, müsste doch eigentlich auch die Kommunikation einfacher werden, Funkersprache und Bundeswehrkommandos quasi, ja, das wäre einfacher, kälter und toter, ja, und das wäre genau das Problem, zu dem die Komplexität die Lösung wäre, denn, das Leben, und das gilt es zu bezeichnen, ist nicht einfach, und Umberto Eco, aber das verschwieg ich, um nicht alles noch komplizierter zu machen, sprach ja immer von der Kunst als epistemologischer Metapher, also der Kunst als erzählendem Weltgleichnis, das aus Zeichen gebaut ist, Zeichen also sind etwas, das auf etwas anderes zeicht, und das Versprechen zu vereinfachen gar nicht erst macht und in diesem zeigen auf etwas anderes dem Enträtseler des Zeichens in der Mühe, zu enträtseln, INTENSITÄT schenkt, einen Moment von gespürtem Leben übergeben vom Verrätseler, dem Hersteller des Zeichens, dem Tänzer, dem DJ, dem Maler, dem Zeichner, und DAS, beschlossen wir, für die Antwort zu halten, auf die Frage, warum die Zeichen immer wieder abgewandelt verschachtelt zitiert und gewandelt werden, nämlich um den Erhalt der Intensität des Momentes aufrechtzuerhalten da die Wirkungskraft nachlässt wie die von Heroin und nur so ist das Vorangehen der Zeichenfindung in der KunstMusikTanzLiteratur zu erklären als verzweifelt gelingender Versuch, die Intensität in konstantem Fluss zu halten etwa so wie ein Gedicht von Herrn Rilke in seiner Zeichenhaftigkeit einen Moment großer großer großer Intensität vermitteln kann, so, so dachten wir, ist ein Kernattribut des Zeichens zu sehen, das es überraschenderweise durch Umständlichkeit verlebendigt.
Darüber, warum der Satz "Kunst ist im Auge des Betrachters" genau in jenen Augen explodiert, darüber berichte ich ein anderes Mal.
Und Kommasetzung ist ein Arschloch.
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gerdbrunzema
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23:11
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2010-06-24
Nicht zu empfehlen.
"Im Prinzip ist jede Zeichnung eine Landkarte." Ich weiß, ich weiß, ich wiederhole mich. Aber man möge doch kurz mal ernst nehmen, was das heißt. Das bedeutet nämlich, dass eine Reihe von Kollisionen, Reibungen und Asynchonitäten im Leben an sich und überhaupt durch Zeichnung strukturiert werden können, dass Lösungen sichtbar und damit möglich werden.
Ich möchte hiermit Zeichnung ausdrücklich nicht als therapeutisches Werkzeug empfehlen, ich halte Rohrschach et al. nur sinnvoll für Leute, die nicht verstehen oder wissen, wie Assoziation funktioniert. Zeichner gehören aus ihrer Tätigkeit heraus nicht zu dieser Gruppe.
Ich möchte nur vorschlagen, Zeichnung zu begreifen als ein valides Navigationsinstrument in fast allen unübersichtlichen Angelegenheiten, UND NICHT NUR ALS KUNSTFORM!!!
Als Kunstform ist sie sehr schwer, sehr selten gute Kunst und IMMER still und leise.Und damit künstlerkarriere-untauglich. Nicht zu empfehlen.
Außer man ist Klarheit interessiert.
Außer man ist an Struktur interessiert.
Außer man ist an Problemen interessiert,
UND man ist an deren Lösungen interessiert.
Außer man ist an Kunst interessiert.
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gerdbrunzema
um
23:17
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2010-06-16
Hübsch.
Ich finde, jemand sei hübsch ist ein ziemlich fieses und hinterhältiges Kompliment.
Ich kann mir nicht vorstellen, das jemand oder etwas hübsch sein will. Das ist der Trostpreis aller Komplimente.
Das ist, denke ich, übrigens nicht so mit "nett". (Jaja, die Schwester von Scheiße, jaja, ich weiß. Aber ich wäre lieber die Schwester von Scheiße, als jedem hochqualifiziert vor die Füße zu kotzen, bloß weil ich es kann und ja nicht nett sein darf um dem Verdacht zu entgehen, eventuell doch Scheiße als Schwester zu haben. Das ist nämlich Scheiße, da interessiert die Schwester dann gar nicht mehr.)
Die Beschreibung, nett zu sein im Sinne vom englischen "kind" und nicht "nice" ist ein sehr großes Kompliment.
Denn das ist überhaupt nicht einfach. Überhaupt gar nicht.
PS.: Ich bedaure das häufige Vorkommnis von "Scheiße". Es ging nicht netter.
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gerdbrunzema
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09:55
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2009-09-07
Frau Blaumann.
Ha. Unglaublich. Frau Blaumann ist schon seehr irre.
Und da freu ich mich grandios.
Ungefähr sowas meinte ich hiermit.
Und dann macht die das auch noch mit einer Zeichnung von mir. Wunderbar.
Danke, made my month. Großartig.
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gerdbrunzema
um
14:45
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2009-07-23
Endzeitfilter.
"...ich sehe keinen Film mehr, sondern das Ergebnis eines Photoshop-Tutorials. Endzeitfilter. Das funktioniert so: Gelb weg! Gelb ist 80er, Gelb ist Sonnenuntergang, Gelb ist Retro, Gelb ist Kitsch. Wir leben in harten Zeiten und da ist kein Platz für Gelb." #
Das ist für mich eine der spannenden Fragen, was Photoshop angeht. Wenn da die Malerei des Barock (mit deren Wahrheits- und Erzählfunktionen) stattfindet, was geschieht mit der Beweisbarkeit von Realismus? Wie bauen wir die Bedeutung von Gelb? Angesichts der alten Photographie, die ja offensichtlich Gelb eine zu vermeidende Funktion und Wirkung zugewiesen hat. Wie kann man berichten, wenn Wahrheit nur noch live stattfinden kann? Worin besteht die Wahrheit einer Gerichtszeichnung?
Da ist sie wieder, die alte Pilatusfrage. Was ist Wahrheit?
Die geht nicht weg. Auch mit Photoshop nicht.
2009-06-30
Wo denn nun!
Es gäbe grade viel zu zürnen. Über die mittelgroße Politik unserer lieben Familienministerin hier in Deutschland. Über diverse private große und kleine Angelegenheiten. Aber ich habe meinen Zorn abgegeben. Das bearbeitet jetzt jemand anders.
Deshalb möchte ich auf ein wichtiges Thema zu sprechen kommen. Sehr wichtig. Und meiner eigenen Weltfremdheit keinen Schrecken einjagend sondern beruhigend auf sie einflüsternd.
Es treibt mich schon eine ganze Weile die Frage herum, wo Kunst stattfindet. Da ich mich selber der Zeichnung und der Malerei mich verpflichtet fühle und in diesen Techniken schon eine lange Weile versucht wird Kunst zu produzieren, so lange, dass nicht wenige Leute, denen ich professionell begegne, ganz selbstverständlich davon ausgehen, dass nur in diesen Techniken (und Skulptur) überhaupt Kunst stattfände (ermüdend, das); da ich mich also diesen Disziplinen verpflichtet fühle, treiben mich medientheoretische Fragen, insbesondere das Internet betreffend, durchaus um.
Es ist nämlich wie mit den Kühen für Stadtkinder: Wieviel an Kunst nehmen wir "direkt" wahr? Und vorher: Was ist "direkt".
Ich komm getz ma mit Malerei.
Noch in den späten 80er Jahren des letzten Jahrtausends war es fast unbezahlbar, farbige Abbildungen von Kunstwerken (Malereien in dem Fall) zu publizieren. Kataloge gabs nur für Großereignisse wie die Documenta, und da auch nicht durchgängig, nur wenige Abbildungen waren aus Kostengründen farbig. Und eigentlich waren die nicht farbig, sondern bunt...
Nicht so heute. PDF zu BookStation oder Lulu oder irgendeine andere online-Buchdruckerei, und man bekommt ein anständiges Werksverzeichnis/Katalog/Kunstbuch zurück. Kost zwar was Geld, aber ist bezahlbar.
Webseiten gibt es seit den 90ern. Flickr, picasa, photobucket, etc seit ca 2000. Weblogs, Socialnetworks, Foren, Communitiy unwattnichall gibt es erst seit ein paar Jahren.
Sie alle haben einen Effekt. Man schaut Photos oder Scans von Sachen an, die als Kunst gemeint sind. Diese Photos und Scans sind nicht als Kunst gemeint. Oder doch? Oder wie?
Unterm Strich ist es etwa so häufig, dass man eine reale Kuh sieht, wie man ein reales Gemälde sieht.
Die gesamte Kunsttheorie/Medientheorie/Interpretationsindustrie bezieht sich auf und rechtfertigt sich mit REPRODUKTIONEN von Kunst-gemeinten Dingen. Aber nicht den Dingen selber. Ein minimaler Prozentsatz Leute, die über Vermeer reden, haben die Bilder gesehen und Diskutieren etwa über sie vor Ort. Geht ja auch gar nicht. Da hats die Literatur oder Musik leichter, sie ist ortsunabhängig wahrnehmbar. Man muss nur lesen oder hören. Kunst hat immer einen Ort und kann eigentlich original nur dort wahrgenommen werden und sonst nicht.
Oder doch? Ist es nicht so, dass sich die Kunst und die Diskussion über Kunst sich soweit virtualisiert hat, das der reale Kunstgegenstand nurmehr eine (ok, notwendige) Vorraussetzung, ein Anstoß ist? Etwa so wie ein Filmset für die Filmproduktion notwendig ist, aber nicht etwa als Installationskunst gemeint und wahrgenommen wird.
Ich sehe so viel hypergeniales Zeug im Internet. Genau. Eben. Im Internet. Kaum etwas davon habe ich jemals offline gesehen. Und, hahaha, auch da meist nur als Print-Katalog.
Das Original wird also irrelevant. Oder doch nicht?
Die entscheidende Frage ist: Wo, an welcher Wahrnehmungsstufe konstituiert sich in der Betrachterwahrnehmung das Kunsterleben? Wenn ich das JPG auf der Internetseite auf meinem (nicht farbkalibrierten) Monitor sehe? Im Katalog? Das Bild beim Atelierbesuch? Beim auspacken des Pakets/Briefumschlags? An der Wohnzimmerwand? Im Museum/Kunstverein/in der Galerie?
Das ist insbesondere dann eine entscheidende Frage, wenn man mit dieser Problematik künstlerisch arbeiten will, d.h. nicht die Malerei auf der Leinwand, sondern die Tatsache, das ein JPG-Photo dieses Gemäldes im Internet auf einer Homepage oder (und das ist etwas anderes!!) auf flickr oder in einem Themenforum existiert, soll das kunststiftende Moment sein.
Zumal die reproduzierte Wirklichkeit in Form von Filmen und Photos derart überhand genommen hat, dass man an der Reproduktion als GROSSER Bestandteil der Alltagswahrnehmung überhaupt nicht vorbeigehen kann. Denn ma ehrlich: Wieviel reale Dinge außerhalb von Urlaubssituationen nimmt man wirklich ästhetisch (und damit potenziell als Kunst) wahr? Also nix Fernsehen, Zeitung, Bildbände etc. ? Na?? Nich soo viel, oder?
Im Barock gab es noch den Gegensatz von Naturschönheit und Kunstschönheit. Wir kennen Naturschönheit nur noch im Urlaubsfoto, aber nicht als Alltagserfahrung. Mit einer Außnahme: Street Art, die das urbane reale Leben zum ästhetischen Gegenstand hat. Prompt schaut man sich Häuserwände als ästhetisches, kunstfähiges Phänomen an. So wie "het straatje" von Vermeer...
Und darauf kommt man nur, weil man im Internet Seiten findet, die einem das nahelegen.
So kommt man zu einer extrem verwirrenden Gemengelage, in der einem dann allmählich klar wird, dass sich IM BETRACHTER aus der Mixtur der Verschiedenen reproduzierten Informationen plus eventuellem Realerleben ein Gesamtbild ergibt, dass dann für Kunst (gute oder schlechte) gehalten wird oder nicht. Und Online und Offline spielen sich dabei die Bälle zu, das man nicht weiß wo und wie man dazwischengrätschen soll.
Es ist vielleicht vergleichbar mit dem erleben von Musik, erst im Radio oder Fernsehen oder Myspace, last.fm oder wasauchimmer, dann irgendwann Livekonzert und dann weiß man, ob das nu gut ist oder nicht, und leider funktioniert der Vergleich überhaupt nicht. Denn Musik ist (auch) ein Sozialphänomen, Musik und Literatur nur bedingt, zu Marketingzwecken, aber nicht einfach so aus sich heraus. Mit Kunst als Sozialphänomen fang ich jetzt hier nicht mehr an, weil ich dazu keine Lust habe.
So und was heißt das nun für die gemeine Hausfrau?
Bitte immer selber gucken. Bitte immer so vielfältig wie möglich (oder nötig, je nach Interesse) gucken.
Überhaupt gucken.
2008-12-04
Kunstkritik.
Malorama, Supermalorama, hat mir einen Kunstkritiker vorgestellt. Ich glaubs einfach nicht. Mitte mal lesen. BITTE.
Meese
Tillman
Candice Breitz
Was mich umhaut, ist, das der offensichtlich hinschaut und mitfühlt und mitdenkt und auch vorher schon mal higeschaut, mitgefühlt und mitgedacht hat.
Ich war fest davon ausgegangen, das letzte Exemplar dieser Art 1997 gesichtet zu haben. Es hatte ein wahnsinniges Grinsen.
Man muss wirklich nicht seiner Meinung sein. Aber. Sone Sprache.
via
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gerdbrunzema
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13:45
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2007-11-14
Wiedergefunden
"Was soll man denn noch machen? Was früher sofort Kunst war, nämlich die authentische Selbstbeschreibung, selektiv und überhöht (Kafka, van Gogh, Munch, Celan, etc.) interessiert keine Sau. Zu was muss der Bezug sein, das die Diskussion, ob hier Kunst zu diskutieren sei, Neuland betritt? Ist Künstler, wer, weit draußen, etwas ausgräbt, das leuchtet, oder der, der, nahe dran, Reporter des Unmittelbaren ist?
Was ist zu äußern, in einer Situation, in der sich nicht zu äußern die aussichtsreichste künstlerische Position scheint.
Wenn 'Alles' "sagt" muss der, der 'Ich' ist, schweigen. Und das so laut und ätzend wie möglich.
Was ist also zu tun?
Der wunde Punkt ist zu suchen, das Thema ist zu suchen, die Methoden sind zu wählen.
Wo ist der wunde Punkt?
Da, wo die Bitterkeit wiederkommt. Da, wo die Umrisse der Möglichkeiten deutlich gemacht werden.
Wo kommt die verschwundene Intensität her?
Aus dem Überfluss an Zeit, der wiedergewonnen werden soll.
Wo kommt das Thema her?
Aus dem Überfluss an Zeit, der die Eindrücke kristallisieren lässt.
ZEIT ZEIT
Und die Methode muss Spaß machen."
----------------------------
Das habe ich offensichtlich im Januar 2005 in mein Denkbuch geschrieben. Hab ich neulich wiedergefunden.
Da wundert man sich doch sehr.
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gerdbrunzema
um
08:47
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2007-08-20
Hochbegabung oder Vokabeltest
Ich habe seit mitte August einen neuen Job. Ich bin beteiligt an der Konzeption und Umsetzung einer neuen Struktur im Bereich usw..
Jedenfalls was mit Hochschule. Das hat zur Folge, daß ich sehr viel seltener mein Weblog bearbeiten kann (war ja auch 'n bischen dolle...), und das ich ES SEHR SEHR SCHWIERIG FINDE, HOCHBEGABUNG IN SACHEN KUNST ZU DEFINIEREN!!!
Wenn jemand 'ne Sportkanone (sagt man das noch? Ich werde alt) ist, kann man das fast immer messen. Wenn jemand musikalisch hochbegabt ist, wirds schon schwieriger. Aber ein handwerkliches Fundament ist da zumindest Vorraussetzung (ein Piano-Wunderkind kann gewöhnlich Klavier spielen, und zwar recht gut...)
Aber Kunst? Da sind die Meßmarker einfach wegdefiniert. Was muß einer oder eine können, was muß einer oder eine wollen, um in Sachen Kunst hochbegabt zu erscheinen?
Ich finde ja die Fähigkeit zu zeichnen ein ganz gutes Indiz (quäckend aus dem Hintergrund:"UndwaswenneinernurFilmemachenwill?" - DANN MUSS ER AUCH ZEICHNEN KÖNNEN, UM SEINE STORYBOARDS ZU MACHEN!!DUMPFBEULE!!!)
Hmpf!
Ich bin etwas gereizt. Und in Sachen Zeichnung auch nicht ganz unbefangen, geb ich ja zu.
Aber es gibt Diskussions-Stile, die mich etwas ratlos machen.
Also: Wie definiert man Hochbegabung zur bildenden Kunst?
Freiwillige vor, die andern machen Vokabeltest. Hefte raus.
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gerdbrunzema
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17:15
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2007-04-16
Über bildgebende Verfahren
"An das Nichtmalenkönnen werden, seit es eine eigene Kunstform geworden ist, immer höhere Anforderungen gestellt"
Siegfried Kracauer
PS.: Ich weiß nicht, ob ich das schon mal gepostet habe. Also zur Sicherheit schon mal.
Außerdem wollte ich immer schon mal "P.S.:" in einem Weblog schreiben.
Hihi.
Um nicht Mißverstanden zu werden: Ich bin fest überzeugt, das Nichtmalenkönnen eine Kunstform ist. Eine schwierige.
Edit: Rechtschreibung ist nicht meins.
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gerdbrunzema
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12:05
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