2011-03-10

Wer es aus der Natur kann reißen, der hats.

Leute, der Plan ist folgender.

Ich zeichne was (von in echt und nicht von Fotos, das hab ich etwas zu viel gemacht, will ich grad nicht mehr).

Auf einem maximal A4renen Blatt. Dann kommt das in eine Klarsichthülle, welche ein folienschreibernes 10mm-Raster trägt.

Dann kommt ein 700x500-Bristolkarton mit einem bleistiftenem Raster (ich hör ja schon auf). Auf den übertrage ich die spontane Zeichnung in einen gefrorenen Gedankenzustand. Mit Aquarellfarbe.

Warum?

Weiß ich nicht genau. Soviel weiß ich: Eine mir sehr wichtige Erkenntnis gerade ist, dass alles lebendige immer spontane Improvisation an einem Skelett von Konzept ist. Und ich meine nicht Kunst oder Malen oder Zeichnen, sondern alles.

Und ich möchte das an einem Arbeitsprozess, den ich mir gebastelt habe (siehe oben) durchdeklinieren.

Und ich mag zeichnen.

Und ich mag Aquarell, und es geht mir unheimlich auf die Nerven. Aquarell ist die einzige Zicke, die ich auf Dauer aushalte, bisher.

Und ich mag überhaupt nicht rastern und möchte das als disziplinierenden Widerstand haben.

Und mir ist sympathisch, dass ich nicht in der Lage bin, die Ergebnisse ins Netz zu stellen, weil der Bristolkarton zu groß für meinen Scanner ist und ich keine Digitalknipse (mehr) habe. Ich bin etwas genervt vom ins Netz stellen, grad.

Und die Überschrift ist ein Zitat von Albrecht Dürer. Man bemerke bitte die doppelte Bedeutung von "reißen".

Dankeschön.

Kommentare:

isabo hat gesagt…

Wow.

gerd hat gesagt…

Äh, danke!

Aber erstmal abwarten, ob das auch funktioniert. Die ersten Test waren ähm, herausfordernd...

Martin Heike hat gesagt…

Klingt gut. Ich bin auch gerade genervt vom ins Netz stellen, was ich ein bisschen schade finde. Die Wahrnehmung der Dinge ändert sich am Bildschirm scheinbar nicht, aber tatsächlich sehr. Am Bildschirm lassen sich keine Dinge darstellen, nur Sachen.

blaumann hat gesagt…

Vielleicht kannst du ja die Ergebnisse beschreiben/umschreiben .. ?

Armin hat gesagt…

Ich kann 's mir nicht vorstellen, das Ergebnis (was ja schon mal per se gut ist), aber ich hoffe, es irgendwann mal, trotz Netzstellgenervtheit, sehen zu dürfen …