2011-04-14

Lernen.

Was ich gelernt habe. Wenn man aufgrund von Biografischen Ereignissen konsequent sein zu müssen meint und grundsätzliche Entscheidungen trifft, dann kann man nicht erwarten, dass die zukünftige Biografie (also ich, dann) sich daran halten wird.

Denn wenn der Geist schlussfolgert, tut dies das Herz noch lange nicht. Und es ist fieserweise ja nicht so, dass das Herz immer einfach das Gegenteil will. Neinnein. Es wird einfach Nebel geworfen. Empörenderweise.

Und DAS, lässt einen dann, im Nebel stehend, überlegen. Watnu?

Jetzt kommts.

Nix. Einfach nix. Ehrlich zu bleiben versuchen versuchen. Zu allen, Gott und der Welt, sozusagen. Also auch zu sich selber. Versucht das mal! Gar nicht so leicht, finde ich.

Darin scheitern und nicht mehr so dolle scheitern. Repeat. Und dann mal wieder so richtig dolle scheitern. Repeatrepeat.


"Denn am Steuer seines Lebens, lenkt man doch meist vergebens"
(Andreas Dorau, Song "So ist das nun mal")

2011-04-12

Aus Gründen.



via @mrrttm

2011-04-08

Mussini.

Ich hatte einfach Lust, mal wieder mit Öl zu malen. Nach Jahren.

Ein Schutztuch hängt über einem alten Bild, das so halbverpackt an meinen Kunstbüchern lehnt. Weißes Regal, fast nur weiße Bücher, ein rotes, ein blaues. Weißes Schutztuch, zerknittert.


Und dann verliert man sich VOLLSTÄNDIG in einer Orgie von Weißschattierungen und hört kein Telefon und kommt fast zu spät zu allem.

Und das Bild, das Bild ist einfach grundscheiße geworden.

Ich hab lange nicht mehr so viel Spaß gehabt.



Mach ich morgen wieder.

2011-04-04

Urteil.

Urteilen ist eine Interaktion. Ich beurteile, ich werde beurteilt. Das ist so. Die Frage ist, gefällt mir das, möchte ich urteilen, möchte ich beurteilt werden. "Niemands Knecht und niemands Herr" war lange ein Kernsatz meines Regelwerks, nach dem ich mich sozial bewegt habe.

Dieser Satz ist eine Täuschung. Das geht nicht. Das ist ein Machtlos-Ideal, eine anarchistische Fata Morgana. Denn das ist Nicht-Beziehung. Beziehung ist u.a. das hin- und herfliessen von Aufmerksamkeit. Das ist notwendig ein oszillierendes Machtverhältnis. Alleine schon die Entscheidung, Aufmerksamkeit auf jemanden zu richten ist ein Akt von Machtausübung.

Wenn man sich nun wiederfindet in einem Machtgefüge, dass durch Aufmerksamkeitsmechanismen regiert wird, dann stellt sich unbedingt die Frage nach der Gut- bzw. Böswilligkeit der Aufmerksamkeit. Und das hängt davon ab, ob ich das Objekt der Aufmerksamkeit für meine Zwecke brauche, es also letztendlich um mich geht, oder ob ich es schaffe, von einer "Selbstzentriertheit" zu einer tatsächlichen "Anderenzentriertheit" zu gelangen. Denn bleibe ich selbstzentriert, dann opfere ich das Objekt meiner Aufmerksamkeit im Notfall, und mein Profit geht über die Wahrheit, die ich in dem Anderen sehen kann.

"Anderenzentriertheit" (hiermit entschuldige ich mich ausdrücklich für die Hässlichkeit dieses Wortmonsters) ist der Kernmechanismus von Liebe, davon bin ich absolut überzeugt.

Darin ist es möglich, Wahrheit zu sein ohne kalt und gleichgültig zu sein.

In fact, Wahrheit ohne Liebe ist nicht wirklich Wahrheit sondern stolze Rechthaberei.
Und Liebe ohne Wahrheit ist nicht wirklich Liebe, sondern sentimentale Eitelkeit.

An der Stelle wird deutlich, das Liebe immer Macht und Machtlosigkeit ist. Sein muss.

Und Gleichgültigkeit ist sozialer Tod.


Und das ist alles schön und gut, aber trotzdem muss ich Leute beurteilen und es fühlt sich OBERSCHEISSE an.

Work in progress.



Nevermind.