2008-05-29

Holodeck 1.0

Das ist echt unglaublich. Wenn das so funzt, wie die im Video behaupten, dann wird es echt schwierig, Science-Fiction zu schreiben. Kaum fertig mit dem Manuskript, schon is alles im Handel, was man sich ausgedacht hat.

Edith: Hab gerade den Text zu Ende gelesen. Ist im Prinzip relativ einfach gemacht. Aber trotzdem. Ich finde das ziemlich beeindruckend.

2008-05-28

Cheap Art Manifesto.

2008-05-26

I Get All Excited.

Boa. Albumcover.


Gibts eigentlich Downloadcover?

Na los, meine Damen und Herren Desinösen und Designer! Bisschen Fantasie (nicht Phantasie) bitte!


Mist. Ich hab vergessen, woher ich das hab. Man fühle sich verlinkt, bitte!
Sorry.

2008-05-24

Des Rätsels Lösung.



Frau Isabo hat natürlich recht.

Tja. Sie hat damit irgendwas gewonnen.

Ähm. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

2008-05-23

China. Photo. Kunst.



Wasn los heute im Internetz??!!
Lauter irre Sachen gesehen, heute.


Brrrr, ruhig Brauner, ruuuuhig.

via

Edith: Ach. Link vergessen: Maleonn

Stacey Kent. Friend.

Das ist jetzt nicht die Antwort auf untige Frage.

Aber wunderbarer Gesang.


Bitte ignorieren Sie den "Film".




Antwort auf untige Frage (ist untig nicht ein geiles Wort? Ich wette, das gibt es gar nicht). Bald auf diesem Sender.

Edith: Stacey Kent heißt die, nicht Sacey. Hmpf.

Waldmeisterin

Meine Kleine: "Papa, ich bin Waldmeisterin im Schüppemachen!"

NAAAA????!!

Wer weiß, was "Schüppemachen ist?

2008-05-22

Kunst und Wasserhähne

Oh Mann. Das mit finde ich ja mal erholsam, sowas zu lesen. Man denkt ja sonst immer, als Dorfdepp hab nur ich wieder als einziger den Witz nicht verstanden. Aber das ein Designer(!) Kunst so abgrenzt, Respekt. Hach. Made my day.

Peter Saville: Mein Problem mit "The Farm" ist, dass es am Ende dann doch darum geht, überteuerte Wasserhähne zu verkaufen, für Leute, die sonst nichts zu tun haben, als 200.000 Dollar für ein neues Badezimmer auszugeben - ich kann das sagen, wir sind befreundet und ich habe ihm das auch schon selbst gesagt. Mike kann das ignorieren, diesen Gegensatz, der zwischen dem Profitstreben einer Firma und der Kunst herrscht. Ich nicht. Ich kann die Idee nicht ertragen, Kunst zu verwenden, um ein Business zu legitimieren.


BITTE UNBEDINGT LESEN!!!!!

2008-05-21

Mein Prinz

"Ich leg mich schon mal hin, der Prinz kommt gleich."


Manchmal will ich gar nicht wissen, was die da im Kindergarten spielen.

2008-05-20

Proportionen ordnen.

Meine Kleine so: "Papa, die Welt ist doch größer als die Sonne, oder?"

Ich so: "Nein, die Sonne ist viel größer. Die ist nur ganz weit weg, und deswegen sieht die so klein aus."

[Denkpause, eher kurz]

Meine Kleine so: "Papa. Aber: Afrika ist RICHTIG weit weg!"

Ich so: "Ja, das stimmt."

2008-05-19

Tim Roda.

Vor ein paar Tagen traf ich Herrn Roda aus Amerika. Der hatte eine Austellungseröffnung bei art agents.
Der hatte seine Familie dabei, u.a. einen sechs Monate alten Sohn mit dunklen Telleraugen, die den Ausdruck totalen Erstaunens, leichter Empörung und verzweifeltem Versuch, Sinnstrukturen zu erkennen, nicht aufgaben, den ganzen Abend nicht.
Es gab, und das war für mich ein Edelstein von Detail der Ausstellungseröffnung, neben Rotwein/Weisswein/Mineralwasser zum nebenher essen Erdbeeren (einfach nur Erdbeeren! Ohne Zucker/Sahne/Schnickschnack!!) und Minidinger, die früher Negerküsse hießen, und die man jetzt nicht mehr so nennen darf. In weiße Schokolade, normale Schokolade und dunkle Schokolade.

Aber ich wollte eigentlich was zu Herrn Roda sagen. Der hat mich bass erstaunt. Der sagte mir nämlich (sinngemäß), dass (ohne selbst zu zeichnen oder zu malen) er der festen Überzeugung sei, das alle Formen der Bildenden Kunst sich zwangsläufig und maßtäblich auf Malerei, Zeichnung und Skulptur bezögen. Man könne Photos gar nicht ohne Malerei im Kopf sehen. Alleine schon wegen der überwältigenden Masse an Kunstgeschichte der Malerei.
Sagte Herr Rode, nicht ich.
Ob er denn photoshope. Nein, er fotografiere analog, und mache nicht mal Kratzer und Entwicklerflecken weg. Er kenne und könne Photoshop, und dies würde mit Sicherheit auch seine Arbeit beeinflussen, aber er benutze das nicht.

Der war überhaupt sehr auskunftsfreudig, und hat jede auch noch so dämliche Frage ("Ist das denn Konzehept??") geduldig beantwortet. Ein für mich geradezu befreiend klarer, einfach denkender Mensch. Sehr offen schauend, nach vorn und nach hinten.

Selten sowas. Sehr selten.

Das war einer der sehr wenigen Male, das ich eine Ausstellungseröffnung ein angenehmes Erlebnis war. Ich hab allerdings auch die Rede verpasst, das hilft immer.

Mir fällt auf, das ich viel interessierter bei Photokünstlern schaue, als bei Malern.
Tja. Weiß auch nicht warum. Ich glaub ich bin mit Malerei einfach ungeduldiger.

Man sollte überhaupt sehr ungeduldig sein.

2008-05-18

Wasfürbilder. Wasfürtexte.

Was mir neulich in die Fresse schlug: Mark Powell Photos, Texte, Website. Großartig.

via

2008-05-17

Stephen Wiltshire. Zeichnung.

Da gabs mal einen Bericht auf Arte. Der ist Autist. Und unglaublich.

2008-05-15

Dehnen und Strecken.

Manchmal möchte man gar nicht wissen, wies weitergeht.

Da reicht es, das die Wahrscheinlichkeit dann doch recht hoch ist, das die lebenserhaltenden Systeme wie Atmen und Kacken beispielsweise stabil sind. Planen, gar lebensplanen muss man ja nicht. Geht auch so.


Leben als Aufwärmgymnastik, um dann schlafen zu gehen.

2008-05-14

Karton voller geld

Ich so: ... und hier kommt gleich die Haltestelle, wo man aussteigen muss, wenn man zur Spielstadt will.

Meine Mittlere: Oja, da steigen wir aus!!

Ich so: Nein, da steigen wir nicht aus.

Meine Mittlere: Doch, Papa, da ist ein Karton voller Geld, und alle deine Freunde!

Ich so: Hmpf.

2008-05-13

Matt, Liz and Madeleine

i cried and

cried.

the tears averted

the intense business stare

of some intense business dude

as he discussed some

mulit-million dollar

real estate deal.

he actually looked

a little empathetic

despite not

knowing what the hell

was wrong with me.

maybe he thought

i was upset about

the real estate market or something.

realized i really need to

sit with my back to people

when i’m out in public.


Dies ist das Weblog eines Mannes, der Vater einer Tochter wurde, die sieben Wochen zu früh auf die Welt kam und dessen Frau kurz nach der Geburt starb.


Alles Gute.



Alles Gute.

2008-05-07

'Charlie Rose' by Samuel Beckett

2008-05-05

Men in Black

Wir wollte ja nur schwimmen gehen. Erster Mai. Feiertag. Klar haben die Schwimmbäder in Hamburg da auf. Schwimmsachen mit drei Kleinen zu packen ist eine Sache, für die man etwa eine Stunde und drei Tonnen Nerven einplanen muss. (Nein, ich will das Handtuch in den Koffer (!) legen! Nein, ich! Nein, du hast schon meinen rechten Badelatschen reingetan! Üäääääähhh! Nagut, dann tu ich meinen linken selber rein! NEIN!)

So. Los gehts. U-Bahn Sengelmannstraße, Richtung Ohlsdorf.

Auf dem Weg dahin:
Meine Große: "Papa, guck mal, die haben alle schwarze Sachen an."
Meine Mittlere: "Papa, warum rennen die so?"
Ich so: "Vielleicht kommt gleich eine U-Bahn. Oh guckt mal, ganz viele Polizisten."

Wir sind bei der U-Bahn Station. Alles voll mit milchgesichtigen 17-Jährigen von der NPD, alle in schwarz. Man wird den Eindruck von lustiger Schnitzeljagd nicht so ohne weiteres los. Dann kommen ungefähr superviele Polizisten in Demo-Outfit auf den Bahnsteig.
Man sieht vor lauter Grün nix mehr.

Es macht sich der unschöne Eindruck breit, das wir uns in einem Raum-Zeit-Punkt befinden, wo Kinder eigentlich nicht hingehören. Rückzug ist leider verstellt.
Meine Große bekommt Angst. So richtig fröhlich bin ich auch nicht mehr.

Meine Kleine: "Papa, das sind Polizisten, die kenn ich schon. Die waren schon mal im Kindergarten, da haben die uns erklärt, wie man über die Straße gehen muss, Papa, so, so, Papa, und so!"

"AAAchtung, Helm auf!!" Die Herren in Grün machen ein weißes Ding auf ihren Kopf und sehen aus wie Klonkrieger. Meine Mittlere heult.

"Chef, Helm auf!" (kein Witz)

Der einzige Weg ist U-Bahn fahren. Ohlsdorf. Wir steigen aus, Schwimmbad wir kommen.

Schwimmbad hat zu. Kein hinweis, kein Zettel, nix.

Einer der Klonkrieger: "Hören Sie, gehen sie hier mal schnell weg, hier ist gleich Krieg"

"Papa, was ist Krieg?"
"Hört mal Kinder, das doofe Schwimmbad hat zu, wir gehen jetzt einfach in das andere" (in Volksdorf, U-Bahntechnisch das andere Ende der Stadt, die Abkürzung über Barmbek ist nicht möglich. Die Haltestelle ist, wie der U-Bahnsprecher immer wieder liebenswürdigerweise mitteilt, wegen einer Demonstration gesperrt).
Meine Erfahrung ist, dass, wenn man in so einer Situation erklärt, was Krieg ist, dann verzögert sich der Rückzug um EINIGES. Daher habe ich das dann in der U-Bahn nachgeholt.
Die Kinder waren der Meinung, dass das ein ganz doofer Tag ist. Uns begleiteten diesmal Damen und Herren vom schwarzen Block, selbstverständlich in schwarz. Etwas älter und deutlich schlechter gelaunt. Ich habe den Kindern dann noch erklärt, wie man das machen muss, damit eine U-Bahn entgleist. Die Frage war irgendwie aufgekommen.

Meine Mittlere: "Papa, das finde ich gar nicht schick, dass wir jetzt sooo weit mit der U-Bahn fahren sollen!! Ich will ein Brötchen!"

In Volksdorf war das Schwimmbad natürlich auch zu. Aber mit der Erklärung, das ja Feiertag wäre. Was für die Schwimmbäder Hamburgs meiner Erfahrung nach eine neue Ausrede ist.

Wir sind dann zuhause in die Badewanne gegangen. Hah.


Edith: Unendlich viele Rechtschreibfehler.