2008-03-31

Nochn Nachschlag für Zeichnung

Un.glaub.lich.



via

Faint yn ol ydi hwn?

Hier ist noch ein schönes Interview mit Frau Duffy. Ähm.



PS.: Nein, ich weiß nicht, was das in der Überschrift heißt. Hoffentlich was lustiges.

2008-03-27

Duffy kennt die Türen




Sie kennt vermutlich auch George Harrison und noch ein paar andere.

To invent is to rearrange, if you're not ignorant.

via


Yessssssss


Musik ist etwas, das ich nicht verstehen will. Ich will einfach nicht. So.

Edith: Die singt "Ready for the floor" von Hot Chip. Yay.

2008-03-26

Drama Baby

2008-03-25

Nachschlag Zeichnung



Jamie Lidell heißt der.

Saripari

Das ist bei mir ne Weil her. Zehn, fünfzehn Jahre. Aber ich kann mich so gut daran erinnern.


Die schreibt so wunderbar übers kotzen.



Die schreibt überhaupt wunderbar.

2008-03-22

Zeichnung AAAAAAHAHAHAHAH Teil 2

So. Jetzt ist später. Und es ist lang.

Kunstgeschichte ist, wie jede Geschichte Erzählung. Und in Erzählstrukturen ist Faktizität praktisch nicht überprüfbar, sie sind tragende Teile, und dennoch nicht wirklich testbar. Die Historiker leben zwar von der Illusion, man könne das (Stichwort: Ich scanne die Aktenlage, und schwupps weiß ich wie das damals war). Ich will (und kann) denen ihren Job ja gar nicht wegnehmen.

Aber einer Erzählung muss man glauben, damit sie schlüssig und wahr wird. Fakten sind da nur Marker, die die Entscheidung, etwas als wahr zu glauben erleichtern. Quasi Wahrscheinlichkeiten der Vernunft unter die Nase gehalten, damit man erleichtert zubeisst und die Furcht betäubt ist. Ich finde, man sollte mit den Möglichkeiten und Grenzen der Vernunft sehr sorgfältig umgehen.

Und ich finde, ich sollte vielleicht mal wieder was zum Thema "Zeichnung ist überhaupt das geilste" beitragen, getz.

Aber das war nicht unwichtig, ich komm darauf zurück.

Wenn man also, wie diese Archäologen dokumentiert, ist das die Konstruktion einer Wahrheit. Und das ist das Äußerste, was menschenmöglich ist. Das ist bei Foto oder Film eigentlich nicht anders, es tarnt sich durch die Sperrigkeit der Herstellungsprozesse nur besser.

So ist jede Erzählung, und sei sie aus einem Buch von Herrn Mose oder aus einem Buch von Herrn Dawkins gebaut, eine Erzählung, die eine Welt konstituiert, über deren Gehalt (im Sinne von "Dat is getz ma wiertlich so") vernünftigerweise gar nichts sagen können. Und Wahrscheinlichkeiten mögen eine Vorliebe für die eine oder andere Erzählung begründen, eine eindeutige, zwingende Entscheidung bewirken sie alle nicht.
All diese Erzählungen werden geglaubt oder nicht geglaubt.
Die atheistische (Glaubens-)Überzeugung, die den menschlich-technischen Wahrnehmungsapparat und der damit verbundenen Vernunft nicht nur als einzige, sondern auch als definitiv letzte Instanz setzt, ist in ihrem Fundamentalismus schon recht katholisch. Mich erstaunt dabei immer wieder, wie dann der eigene Verstand und Sinnesapparat gleichsam Gott ist, der die Götter anderer Erzählungen lachend in ihrer Existenz bestreitet.

Und ich muss mit einiger Empörung feststellen, das ich mich ÜBERHAUPTNICHT konzentrieren kann, heute. Zeichnung. ZEICHNUNG!! Menno.

Wir waren bei Zeichnung. Die menschlich gesteuerte Reproduktion der visuellen Welt mit den einfachsten Mitteln, die möglich sind.
Ich glaube (!), Beobachtung ist Eingriff. Immer. Da sollte man sich nicht selbst verarschen.

Das bedeutet aber: Es gibt per se keine Laborbedingungen. Man sitzt immer mitten in der Suppe.

Es gibt keinen White Cube. Es gibt nur die willentliche Reduktion von Variablen und Parameter, die die Erkenntnismöglichkeit, nein, Erlebnismöglichkeit und Erzählmöglichkeit reduziert. Es ist das Prinzip Zeichnung, das, wie Herr Eco so schön skurril sagt, hier operative Poetik ist.
Zeichnung ist strukturell Reduktion, und auch nur als solche wirksam/interessant. Reduktion als (eigentlich riskanter) Versuch, die Essenz unbeschädigt zu sezieren (die Archäologen, remember?).

Und dieses Nonwhitecube ist mit zeichnerischen Mitteln auf die Spitze getrieben in der Streetart (ich persönlich finde wirklich fast ausschließlich Streetart, die auf zeichnerischen Mitteln basiert, spannend. Außnahme: plastische Objektveränderungen). Es gibt nix öderes, als eine ausgearbeitete Malerei im öffentlichen Raum.

Deshalb, und nicht wegen der juristischen Mutprobenhaftigkeit ist Streetart so interessant. Das ist zeichnerische Weltauseinandersetzung mitten in der betreffenden Welt. Nix Labor. Es ist nicht die weiße Wand in der Galerie, die ja gar keine Fehler ermöglicht, wo man ja wirklich ÜBERHAUPT NIX falsch machen kann, sondern das rote Sofa Großstadt, das ausgehalten werden muss.

Das wär ja mal ne Aufgabe: Einen whitecube-Laden mit etwas zu bestücken, das DEFINITIV nicht als Kunst dikutabel ist. Haha. Geht nicht. Wette ich.


Ich wünschte, ich könnte etwas strukturierter schreiben.

Sorry für das Chaos.




Achja, falls hier noch die Frage auftauchen sollte, was denn Kunst sei. Antwort hier.

via pjaer


Dankeschön, Herr Pjaer.

PS.: Und ich bin ja gar nicht auf den Mose/Dawkins-Kram zurückgekommen. Andermal vielleicht. Ich bin müde. Sorry.

2008-03-19

Jaja Kinderhumor, ich weiß. Mpfihihi

Nur kurz zwischendurch. Ist aber auch gezeichnet...

2008-03-18

Zeichnung UUAAAARRRR! Teil 1

Wenn man, wie ich ein fanatischer Verfechter des Mediums Zeichnung ist und dies in einem Gespräch über sagen wir mal, Indien, Hochschulverwaltungsstrukturen oder Politik deutlich kundtut, ist man öfter mal in der Situation, sorgenvoll angeblickt zu werden. Üblicherweise wird dann das Thema gewechselt, meist geht es dann darum, mit welchem Therapeuten mein Gegenüber ganz hervorragende Erfahrungen gemacht hat.

Jedenfalls.

Es gibt ein interessantes Phänomen in der Methodik der Archäologie. Die Funde werden vor Ort gezeichnet. Jaja, später auch noch fotografiert, sklarnä.

Aber zuerst gezeichnet. "Im Gegensatz zum Fotoapparat bewertet der Zeichner das Material und trennt Wesentliches von Unwesentlichem".

Das Zeichnen ist ein bildgebendes Verfahren, in dem eine Informationsreduktion hochflexibel (allerdings, in der Tat, subjektiv) gesteuert werden kann. Das Ziel dieser Zeichnungen ist optimale Dokumentation, nicht künstlerische Gestaltung oder persönliche Aussage. Die sowas machen, das sind Buchhalter. Und dennoch, an der Stelle kann man die Nichtexistenz von Objektivität besichtigen. Der archäologische Zeichner muss subjektiv entscheiden, was er weglässt, er ist der Filter, der das Rauschen unterdrückt, das in einem Foto für diesen Zweck so stören würde. Kriterium ist das Ziel der optimalen Dokumentation, d.h. maximale Information, minimale Ablenkung.

Aber hier macht das Ding einen Interessanten Loop. Denn der archäologische Zeichner weiß, was er dokumentiern will/muss: Die Scherbe oder den Knochen, aber nicht den Sand oder den Kiesel. Der archäologische Zeichner dokumentiert erzählend, d.h. er weiß als Erzähler schon vorher, was wichtig ist (wichtig sein soll...). Er scheint das Unbekannte zu kennen, ohne es zu kennen, sozusagen als Negativform. Er gestaltet seine Beobachtung. Man könnte auch sagen: Er konstruiert seine Wahrheit. Er lässt Unwichtiges weg und betont das Wichtige. Er interpretiert also durch Selektion.

Woher weiß er, was wichtig ist? Genauer: Woher weiß er, dass das eine Scherbe ist, und kein Kiesel?

WEIL DAS IN SEINEM HIRN ALS BEGRIFF, NEIN, ZEICHEN(!!) VORLIEGT!

Das heißt, die vorhergehende Seherfahrung wird zu einem allgemeinen Zeichen (nicht nur die eine Scherbe von damals, sondern das Scherbenhafte an sich) abstrahiert, um dann in der Dokumentation wieder konkretisiert zu werden. Zeichen, Zeichnung. Naja, ich will jetzt hier nicht zuu platt werden. Ist schon waghalsig genuch, dat alles hier.

Nichts anderes, mit etwas mehr Spiel in der Mechanik vielleicht, ist Kunstgeschichte (d.h. die Geschichte der Menschheit, mit den Individualeindrücken der Welt da drinnen und da draußen fertig zu werden).


Wat lernt uns dat getz?

Ähm. Später.

Big dog

Bitte mal schauen. Das wird in USA mit DARPA Geldern entwickelt. Unglaublich, wie weit sie schon sind.

2008-03-17

Doodledidooh

Das ist jetzt noch nicht der angedrohte Eintrag über Zeichnung.

Kommt noch.

2008-03-15

I need more napkins!!!




Ist das großartig. Himmelarsch. Sowas möcht ich echt mal erleben. Als Publikum jetzt.

via

2008-03-14

Politische Bildung Teil Zwei

Teil eins hier.

Heute, wieder mit in der U-Bahn mit den komischen Bildschirmdingern.

Meine Mittlere: Papa, der blonde Mann da, ist das der Bestimmer von Hamburg?

Ichso: Ja. Ole von Beust heißt der.

Meine Mittlere (ganz aufgeregt, sprich: LAUT): Mama war neulich bei dieser Verlosung in unserer Schule, sie hat aber den anderen gelost! Warst du auch bei der Verlosung?

Ichso: Ja, bei der Verlosung war ich auch.

Meine Mittlere: Und wen hast du gelost?

Ichso: Sagichnicht.


Edith: Also, ich schreib dann demnächst mal wieder was zu was anderem. Das nimmt gerade Überhand hier mit meinen Lütten. Vielleicht mal wieder was über Zeichnung. Ich seh schon wieder alle in Deckung gehen... Hihi.
Oja. Das mach ich.

Anyway

2008-03-13

Verliebt

Neulich, meine Kleine mit einer knallbunten Holzkette.


Ich so: Du hast ja eine schöne Kette.

Meine Kleine: Ja. Die hat mir O. (eine Freundin) geschenkt. Deswegen lieb ich O. jetzt.

Ich so: Ja?

Meine Kleine (triumphierend): Ja, ich bin jetzt nämlich in O. verliebt.

Ich so: Achso.






Das Leben kann so einfach sein.

Hat leider eine Altersbeschränkung.

2008-03-12

Amy

Ganz im ernst. Hat jemand schon mal etwas von dem Kaliber im deutschen Fernsehen gesehen?
So einen makabren Humor über so eine Strecke. Wahnsinn.




Das ist schon was älter, April letzten Jahres.

Tja. Bitter.


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2008-03-11

But you still need a tray...



Ahhhh!
GEIEL!

Edith: Link scheint kaputt zu sein. Hier gibts das nochmal:



Eddi Izzard heißt der.

2008-03-10

Bielefeld

Ich habe vor einigen Jahren man eine wirklich sehr schöne Ausstellung in Bielefeld gehabt.

Ich bin mir da nicht mehr so sicher.

Ach so...

2008-03-08

Yes they can. Maybe.



Ganz ehrlich. Ich finde den Mann beeindruckend, und ich muss lange nachdenken, um was vergleichbares zu finden. Hillary Clinton jedenfalls nicht.

Aber.

Hillary wird gewinnen. Die kann sehr viel besser Dreck schmeißen (lassen) als der. Und das funktioniert einfach in Amiland (bei uns wahrscheinlich auch).

Und wenn nicht, dann wird er gegen McCain verlieren.
Cool elegance never wins against John Wayne, son!

Und im Dreck schmeißen waren die Republikaner schon immer die größten.



Und wenn nicht, dann wird es echt gefährlich für ihn.

2008-03-07

Haltestelle is where the heart is

Kleine, weißt du, an welcher Haltestelle wir aussteigen müssen?

Ja. Brötchenladen.

Ok.

Ultrafies gescheitelte Manager

Ich weiß, ich bin damit nicht der schnellste, aber Malte Welding vom Spreeblick hat ein Weblog.

Und da schreibt er sowas rein.


Wunderbar tralala wunderbar!

2008-03-06

Das ist nur 30 Jahre her!

Als der erste Kopierer kam, war ich noch in der Grundschule. Nix Fax, nix Anrufbeantworter (gabs in Amerika, waren bei uns verboten (!)), nix Computer, Handy und Internet, ach lassen wir das.
Das Ding war so groß wie fünf Waschmaschinen nebeneinander, und nur der Direktor durfte den bedienen. Kennt jemand noch Matrizen? Gibt's das eigentlich noch? Gelbes Schnüffelpapier mit lila Schrift.
Achja, wie ich darauf komme:

2008-03-04

Muttertag




Hihi.

Von denen gibt es noch mehr.

2008-03-03

Stuff white people like

Einer der Orte in Hamburg, die ich echt widerlich finde, ist der große Spielplatz im Stadpark. Erstmal sind Spielplätze nix für Erwachsene. Echt jetzt. Wenn man nicht wild entschlossen ist, selbst zum Kind zu mutieren (was mit Kindern nicht selten vorkommt, und dann auch schön ist) hat man viel Langeweile zwischen den Zeiten, wo man absurde Streitereien schlichten muss ("Papa, sie hat mich angeguckt, und das soll sie gar nicht, das ist nicht schön!!").

In dieser Langeweile fällt das Auge irgendwann auf diese Mütter und Väter in Barbourjacken. Die Müdigkeit und der leise Zorn, den die auslösen, sind schwer zu beschreiben. Die tun ja eigentlich nix. Naja. Außer, das sie mit ihrem Kind auf englisch reden. Aber die haben sowas von Geländewagen an sich, das machen die Bioläden nicht wett, die von ihnen leben.

Achwas. Ich bin einfach nur neidisch. Wahrscheinlich.

Ja. Bestimmt.


Gutes Weblog, übrigens
.

Taucht grad wie bescheuert überall auf.

2008-03-02

ABC



Das erinnert mich an meine Mittlere. Die hat bei ihren ersten Schreibversuchen die Buchstaben sortiert. Der im Film erfindet sich welche. Schön.


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