2008-01-29

Was mach ich nur, was mach ich nur

Ich hatte ja eigentlich vor, nix zu aktuellen Themen hier zu äußern. Aber hier mache ich eine Ausnahme.

Es ist bald Wahl in Hamburg. Was mache ich nur. Was mach ich nur!

Man muss wählen, auf jeden Fall. Und wenn man mit einem leeren Zettel dokumentiert, mit dem Verfahren, aber nicht mit dem Angebot einverstanden zu sein. Immer noch besser, als nicht hingehen.

In meiner engeren Wahl hätte ich gerne diese Partei. Wenn es nicht so zwar - lustig - aber - resignativ wäre.

Jack tells it like it is

"And the guys in the background aren’t having a prayer meeting". Was ist das für eine fremde Welt, da drüben in USA.
Ich weiß nicht ob ich da der einzige bin, aber die generelle (positive) Faszination, die die Vereinigten Staaten meiner Meinung nach immer hatten, ist echt verschwunden. Wech. Acht Jahre Bush habe scheinbar gereicht, dass das alles nur noch übelriechend erscheint.

Aber das wollte ich eigentlich gar nicht sagen. Was ich sagen wollte: Die Monströse Heuchelei, dieses betonharte Bestehen auf der heilen Welt, scheißegal, wie kaputt die Welt ist (gemacht worden ist), dieses amerikanische Pfeifen im Walde hat von hier aus gesehen manchmal was geradezu niedliches, kindlich niedliches.

Aber das verliert sich.


Ziemlich schnell.

Cockpit

Bitte mal schauen.

Un. glaub. lich.

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2008-01-28

Füße schmecken doch gar nicht

Meine Mittlere: Papa, ich hab noch Hunger!

Ich: Tja. Was machen wir da? Sollen wir dir einen Fuß abschneiden, und den isst du dann?

Oma (meine Frau Mama): Was hat dein Papa für Ideen!! Füße schmecken doch gar nicht!!


Jaja, ichhörschonauf.

Nur kurz zwischendurch. Gnihih...

"You also directed a Ford commercial. Why?"

"I did it for the money. Why do you think I did it?"

"And you needed the money that badly?"

"Well, it’s nice to have, because you can buy things with it."

Lefties Soul Connection



Hallo Ruwi!

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2008-01-23

(Alp)traum

Zunächst ist das ja echt lustig, was Frau McElroy da macht.

Aber wenn ich mir das im realen Leben so vorstelle: Eine entsetzliche, eine tragische, eine gruselige Vorstellung.
I throw myself at men.

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Satzbau

Womit Mathematiker sich so beschäftigen, wenn sie nicht Kreditversicherungsmodelle durchrechen: The sexiest sentence alive.

U-Bahn und Kinderliebe

Neulich meine Mittlere an der Kante der U-Bahnstation Hudtwalckerstraße:

"Papa, geh weg da, ich will nicht, dass du in die U-Bahn fällst, weil ich nicht weiß, wie ich dann wieder nach Hause komme."

2008-01-22

Flucht

Ich bin gerade aus einer Ausstellungseröffnung geflüchtet. An einen öffentlichen Rechner, Live-Flucht-blogging sozusagen.

Was sind das für anstrengende Veranstaltungen. Alles schwitzt behauptete Bedeutung, es stinkt nach Eitelkeit aus allen Ecken, und der Wein ist zu Scheiße, um sich damit dumm zu saufen.

Wenn das ganze wenigstens irgendeine Art von beschreibbarer, mitteilbarer Relevanz hätte, außerhalb des Aquariums "Kunstbetriebssystem".

Wenn man, sagen wir mal, dem Hausmeister des Wohnblocks, in dem ich bald wohnen werde, sagen könnte, was DAS hier ist, ohne die ganze Bedeutungsbehauptung erstmal herargumentieren zu müssen.

So. Ich muss zurück in den Sumpf.

Schönen Abend.

Kant vs. america

Noch was zum Thema USA. Es könnte Satire sein. Es könnte.

Wahlkampf

Ich finde den Wahlkampf in USA ja hysterisch in einem Ausmaß, das schon recht weit in den Sphären des psychiatrischen liegt. Da freut man sich dann über solche wirklich empörend niveaulosen Scherze: Gnihihi.

2008-01-21

Kohle, Kugelschreiber und Acryl

Er hat keine Angst. "Immer gib ihm!" ist seine Strategie, Bilder zu erzeugen. Dezente Anmerkungen, gewisse Materialien aus technischen Gründen nicht zu kombinieren, werden ignoriert oder ausgelacht.

Eine Landschaft. Mit Kohle, Kugelschreiber und Acryl. Und Wachsmalstiften aus Bienenwachs, worauf er großen Wert legt. Alles zerfällt auf den Bildern. Perspektive, Farbelogik, alles.

Ein Akt. "Da haben die anderen Bewohner aber Augen gemacht!" Die anatomischen Freiheiten sind, sagen wir mal, rasant.

Er ist, wie fast immer, sehr beeindruckt von seinem Schaffen. Die Menschen um ihn rum sind, wie immer, gerührt von seinem Erstklässler-Angebertum.

Dann, viel schneller als früher, wird er müde.
"Das reicht, wir müssen nicht übertreiben, ich wünsch ihnen einen schönen Tag, Herr. Wann kommen Sie wieder?"

Er vergisst immer meinen Namen.

2008-01-16

Seniorenteller

Die osteuropäischen Dominas sind schnell, auf jeden Fall. Man meide unbedingt die Salate. Es ist einfach zu deprimierend und offenbarend. Lieber irgendwas Gebratenes mit dicker Soße drüber. Das ist rechtschaffen Scheiße und man weiß, was man hat. Er bekommt immer einen Seniorenteller. Es ist schön, ihn so zufrieden, ja begeistert seine Bestellung vollständig vernichten zu sehen. Langsam, die eine Hand ist etwas widerspenstig.

Ein Seniorenteller ist ein Kinderteller, nur mit weniger Gequengel und Geklecker. Dann folgt meist, aber nicht immer, KaffeeundKuchen.

Dazu gehe ich zur Kuchentheke und bestelle bei einem in seiner Gemütlichkeit angedickten Herrn, der seine Debilität in leutseligen Phrasen verpackt. Er strahlt sowas wie "unfähiger Sohn vom Chef" aus. Ich glaube aber nicht, das er der Sohn vom Chef ist.

Er versucht, die Bestellung aufzunehmen (immer ein Kännchen Kaffee, Apfelkuchen und ein Kalorienmonster für mich). Mit einem kleinen Zettel in der Hand gehe ich zurück zum Tisch, für Kuchen herrscht hier ein Ticketsystem wie beim Einwohnermeldeamt.
Eine Domina rauscht vorbei und lässt unsere bestellten Kalorien bei uns ab.

Derart gestärkt erheben wir uns, verlassen laut grüßend das Lokal und schreiten zur Tat.

Mehr später.

2008-01-15

Huberto P.

Er steht schon immer auf dem Parkplatz, wenn ich mit dem geliehenen, naja Auto ist irgendwie irreführend, Kleinstwagen zu ihm fahre. Er klettert ohne Hilfe auf den Beifahrersitz und klemmt seine Gehhilfe (Früher hieß das Krücke. "Das sagt man nicht mehr!!". Die Dame war ganz frisch von der Fortbildung und war sich Ihrer sprachlichen Überlegenheit sehr sicher.) jedenfalls klemmt er seine Krücke zwischen Tür und Beifahrersitz. Wir fahren dann immer zum Restaurant T.

Das Restaurant ist was besonderes. Mitten im Wald, ein Insidertipp für einerseits Senioren nebst je nach Alter genervtem oder sehr fröhlichem Anhang und andererseits, und hier kommt die surreale Note, die skurrile Würze: motorradfahrende Heavy Metal-Fans. Die Besatzung dieses Restaurant ist durchweg sehr dominant, mit osteuropäischem Akzent. Außer der Chef. Der ist sehr leise und stört niemanden.
Ich habe die Speisekarte fast durch. Sie ist, und das ist wirklich erstaunlich, auf beide Kundengruppen optimal angepasst.
Hatte ich erwähnt, das ich weder Heavy Metal höre, noch übermäßig Lebensjahre angesammelt habe?

Nächstes mal weiter.

Edith: Lauter Scheißrechtschreibfehler. Sorry.

2008-01-14

Pfandflaschen

Die Leute, die Pfandflaschen aus den Abfalleimern suchen, sind immer besser angezogen, ich finde das beunruhigend.

Da schleicht eine Verarmung herum, die man sehr schlecht sieht. Die Lösungsansätze aber, dafür, dass Gier und Neid einander nicht mehr in Schach halten, lauten zur Zeit auch nur "Neid stärken!" oder "Gier schwächen!!".

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das keine Lösung ist. Genausowenig, wie die ganzen Dummheiten der Partei der Besserverdienenden ("verdienen" ist in dem Zusammenhang ja ein echt interessantes Wort...).

Ich kann die Wut über die Unmäßigkeit verstehen. Aber das Ätschbätsch der Herren M. und S. von der Eisenbahn führt, glaube ich, nicht zu einer Situation, die man dann abschließend mit Gerechtigkeit umschreiben kann.

Gerechtigkeit ist ein mühsames Geschäft. Und ausrechnen kann man das, fürchte ich, auch nicht.

2008-01-10

Bitter bitter bitter

Wer sich schon mal das Lachen verkneifen musste, und es bisher immer geschafft hat, schaue bitte hier mal.

Wer gibt sowas zum Druck frei? Und wieso??

Ich verstehe die Denke nicht, die sowas ermöglicht. Ich finde das unterm Strich wirklich lustig und wirklich WIRKLICH bitter.

Das ist mir ja immer von den 68er-Hasis in meiner Schule als Ideal für politisches Kabarett verkauft worden. Prima.


Sowas...

2008-01-08

Ernste Zahnpflege

Mit meiner Kleinen: Ja, ich kann dir die Zähne nachputzen, aber warum benutzt du denn nicht deine elektrische Zahnbürste?

Weil, das ist so lustig im Mund, und ich will dabei nicht so lachen.

2008-01-07

Larry aus dem Irak

I'm a combat veteran of Operation Iraqi Liberation - 2006 (OIL - 06), a former Recon Marine and all around great guy. I've got the greatest wife and dog in the world and my favorite color is black.

Was soll man da denn zu sagen? Ich meine, nix gegen Banksy-Fans, echt nich. Aber irgendwie wird man den Eindruck nicht los, da hat jemand was nicht verstanden. Die Linkliste ist mindestens schrill.

Oder ich hab da was nicht verstanden. Kann auch sein.

2008-01-05

China Imbiss

Gespräch neulich mit einer sehr sehr (!) guten Freundin:

Ich : Sag mal, der China-Imbiss da drüben, der ist doch neu, warst du da schon mal?

Sie : Nein, und ich gehe da auch nicht hin. Weil: Da gegenüber ist ein Baquette/Croque Laden, da war ich auch noch nie, und der Mann da drin würde das ja sehen, dass ich in den China Imbiss gehe und nicht zu ihm, und da wäre der bestimmt ganz traurig.

Ich : Ach so.


Sie ist eine sehr gute Freundin.

Man kommt sich nicht ganz so fremd vor, wenn man mit ihr spricht.

2008-01-04

Denne

So. Und weil das Jahr noch ganz voll ist, Musi von den Chefoptimisten des Universums.