2007-12-27

Bis denne

So. Und weil das Jahr bald alle ist, nun noch wat Musik.


Nächstes Jahr wieder. Alles Gute bis dahin.

via

2007-12-22

Bevor ichs vergesse

Bevor ichs vergesse:

Ich wünsche allen ein gesegnetes Weihnachtsfest
, und ich mag diese Formulierung mit "gesegnet" sehr gerne, auch wenn die Bedeutung heute kaum noch jemand erklären kann und es wahrscheinlich nur sehr wenig Theisten und Atheisten interessiert.

Und das mit dem rutschen spare ich mir. Das finde ich doof.

2007-12-19

Bloggen als persönlichkeitsverändernde Droge Genussmittel

Ich mach das hier mit dem Weblog ja nun schon eine Weile, so etwa seit Oktober 2005. Also nicht riesenlang, aber auch nicht seit gestern. Und etwas ist mir aufgefallen. Man schreibt, obwohl technisch die Zugänglichkeit immer gleich ist, mit der Erfahrung, das tatsächlich jemand das liest, was man da so schreibt, zunehmend öffentlicher. Ich behaupte, das ist immer und bei jedem so. Es äußert sich nur unterschiedlich: Diplomatischer, vorsichtiger oder umso exhibitionistischer.

Es hinterlässt Spuren, wenn man erkennt, das der Monolog vor Publikum stattfindet, und nicht ein Selbstgespräch im Wald ist.

Da ich den mir zugänglichen Statistiken mit viel Humor begegne, schätze ich die Zahl der Leute, die regelmäßig hier vorbeischauen, auf etwa fünf. Das sind zum Teil Leute, die mich offline kennen, die zählen nur halb.

Die Veränderung der Kulisse, vor der man in sein Weblog schreibt, ist einerseits ein Verlust. Man bemüht sich, verstanden zu werden, dabei gehen stilistische Akrobatik und inhaltliche Ausflüge in die absolute Irrelevanz ganz gemächlich über den Jordan. Ich habe gedacht, man kann sich dem entgegenstellen, quasi resistent sein. Aber allein dieses Bemühen ist ja schon Akzeptanz des Problems und da greift sozusagen eine verhaltenspsychologische Heisenbergsche Unschärferelation. Die Beobachtung verändert dich so, dass das zu Beobachtende (die eigene Schreibe) verändert ist.
Man denkt dialogisch, also mit Rücksicht auf den Hörer/Leser, und nicht mehr monologisch. Das kann man bedauern, oder begrüßen, wie man will. Jedenfalls hätte ich heutzutage, wo ich zugeballert werde mit den unglaublichsten, wunderbarsten Sachen im Internetz einfach nicht mehr die Unbefangenheit, sowas zu posten. Oder sowas. Wie überhaupt die Unbefangenheit wirklich zerbröselt. Wie eine Kindheitserinnerung. Und dann, dann fühlt man sich unheimlich erwachsen, abgeklärt und verantwortungsvoll, und möchte doch am liebsten mit Bonbons auf der Beerdigung schmeißen, oder sich sonstwie befreiend danebenbenehmen. Aber selbst solche Danebenbenehmaktionen bekommen Routine.

Es gibt kein Entkommen.

Also? Am besten "Tralala" sagen, und irgendwas ins Weblog schreiben.

"Tralala" und siehe oben.

2007-12-18

Zwiebel-hack



Ich hab ja keinen iPod. Aber wenn...

via bzw via. Glaub ich. Ich lerns echt nicht mehr...

2007-12-17

KÄSIKIVIMÄNG Veljo Tormis



Großartig. Finninnen singen.

via

Edith: Stimmt gar nicht. Sind aus Estland. Da heißt Feuerwehr "Tuletörje". Yay.

2007-12-15

Das Handwerk der Buchbinderei

In der Einrichtung, in der ich unter anderem arbeite, befindet sich eine Papierwerkstatt. Die Werkstattleiterin dort bestätigte mir den Realismus dieses Films. Nur die Musik fehlt meist, oder ist nicht so gut.



via poppytalk

2007-12-14

So true

Wenn man etwas machen muss, das nicht schön ist, also das Machen oder das Ergebnis, dann bin ich dem da unten zum verwechseln ähnlich.


Ich muss mehr Zeichnen. Das macht eigentlich immer Spaß.

Das Machen jetzt...


Was neues von Lev Yilmaz.



Mehr

2007-12-12

Not worksafe!

Bwahaaahaaaahaaaaaha!!!!1!!!11!!!einhundertelf!!!




via nerdcore

Man entschuldige bitte meine Albernheit. Das wird wieder besser, versprochen. Aber ein Bisschen dauerts noch.

Ach, ihr Särge, ihr

Fröhliche

via

2007-12-11

Aaahm frm Tiexss

Hier kann man ausgiebig Vorurteile pflegen. Gnihihi.



via eigenart

Sierra




Wobei. Das ist ja nix gegen die Synagoge, die er unter Autoabgase gesetzt hat. Das konnte man sich mit Gasmaske anschauen. Das war in Deutschland, wohlgemerkt.

Tja, das ist dann wohl doch ein etwas kräftigerer Kaliber. Dann doch.


via

Trampolin

Man stelle sich folgenden Monolog im Dauerheulton mittlerer Lautstärke, also so, dass die Nachbarn säuerlich lächeln, vor:
Meine Mittlere: "Mam-Papa - (die andere) - und - ich - haben - gespielt, - einer - ist - unterm - Trampolin - und - der - andere - hüpft - aber - gaaanz - vorsichtig - und - ich - war - unterm - Trampolin - und - das - tat - ganz - doll - weh - und - das - hab - gar - nicht - ich - erfunden - die - andere - war - das."

Die Naturgesetze sind echt ungerecht.

2007-12-10

whygodwhy

Ja. Ja. Ja.

via bloggold glaub ich.

Terminabsage

"De:Bug: Es wird also ein Björk-Konzert mit Stockhausen quasi als "Vorgruppe" geben!"

Muss leider Ausfallen. Das war ein ganz großer. Punkt.

Edith: Oder gabs das tatsächlich?! Ich sehe jetzt erst, das das Interview von 1998 ist. Weiß da jemand was?

Ediths Schwester: Hierhörn

via stackenblochen

2007-12-07

Schwchsnn 2.0

Hier ist was für Web 2.0 Deppen.

2007-12-05

Onkel Arnold und Frau E.

"Ich bin unglücklich."

"Warum sind Sie denn unglücklich, Frau E.?"

"Keiner sagt mir bescheid! Keiner! Dabei gehöre ich doch gar nicht hier her, glaube ich. Ich weiß auch nicht! Aber keiner sagt mir bescheid!"

"Frau E. ich werd mal fragen, was da los ist, aber jetzt sag ich Ihnen schon mal, das Sie hier malen können, wenn sie wollen."

"Ach, ja, Sie sind der Maler! Aber das nützt ja auch nichts. Wissen Sie, ich bin sehr unglücklich."


Frau E. hat, als ich sie kennen lernte, sehr lebendig von der "Entartete Kunst"- Ausstellung erzählt, die sie als junges Mädchen gesehen hatte. Sie malte sehr schöne Nolde-artige Blumenaquarelle, wie ältere Damen das gerne tun. Angebotene Hilfe (soll ich Ihnen das vorzeichen?) quittierte sie mit eisigem Schweigen.

Vor einigen Monaten wirkte sie müde. Nur noch ein Aquarell statt vier. Die Formen zerfielen zuerst, Blütenblätter machten sich selbstständig, Stängel endeten nicht mehr genau in einer Blüte. Und die Ergebnisse ihrer Bemühungen machten ihr einen Zorn, den sie an anderen Bewohnern ausließ, die schon recht weit im Nebel waren.
Dann, einige Wochen später, war Grün nicht mehr richtig Grün, Blau nicht mehr richtig Blau und Gelb nicht mehr richtig Rot.
Braun wurde die Lieblingsfarbe für alles ("Ja, ich male jetzt Ton in Ton." "Gut, Frau E.").
Das war sehr praktisch, weil sie auch begann, alle Formen einfach übereinander zu malen. Das wird selten was anderes als Braun.

Dann, ein, zwei Wochen später, malte Frau E. nur noch die linke Hälfte des Blattes an. In allen Farben, erlöst von Form, die bedeuten soll, erlöst von Farbe, die bedeuten soll.
Das sah ich, und dachte an eine Geschichte von Oliver Sacks. Das Bild ist jetzt in der Krankenakte von Frau E.

Ach ja, und das ist Onkel Arnold. Via

Frau S. lebt übrigens immer noch und ist sehr guter Dinge.

2007-12-04

Deutschwerden

Wenn man aus Deutschland ist, sagt man im Ausland selten, das man Deutscher ist. Man sagt, man ist aus Deutschland. Das hat mit der 30er/40er und den 68er Jahren zu tun. Und ist auch gut so. Wenn man dennoch sagt, man ist Deutscher, guckt eigentlich nur der Deutsche komisch, der neben einem steht, wegen dem dezent patriotischen Hauch mit einem Stich ins bräunliche, den diese Formulierung umweht. Kaum einem Ausländer fällt diese Feinheit auf.
Man guckt daher nicht unverdutzt, wenn man auf dieses Kunstprojekt stößt, das offensichtlich schon länger und erfolgreich unterwegs ist. Das ist schon eine echt seltsame Idee, das.

Vielleicht verblasst das mit dem "aus Deutschland sein" auch gerade. Spätestens seit der Weltmeisterschaft entkrampft ja vieles hier in Germany. Wobei ich so manche Verkrampfung eigentlich nach wie vor recht angebracht finde.

Ich bin jedenfalls aus Deutschland, weil ich Ostfriese bin, welches sich, trotz niederländischer Ansprüche nach den Krieg in Deutschland befindet.

Eala freya fresena.

Edith: Mit "seltsam" meine ich "seltsam", mit der Tendenz "interessant und erhellend", nicht "doof" oder "sehr doof".

2007-12-03

Plüschmaden und Kuschelsperhma

Nun ist ja bald Weihnachten. Das Fest der Socken und Bratpfannen. Rechtzeitig zum holden Beisammensein hat Herr Ronsens etwas extrafeines entdeckt.

Für diejenigen, die noch ihre Wohnung einrichten müssen, gibt es eine originelle Teppichhändlerin.

via

Netzchatten

Ich möchte nochmal auf folgendes Weblog hinweisen.

Find ich ganz wunderbar.

2007-12-02

Wort zum Sonntag unbekannter Herkunft

"Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Zivilisation eine höhere Entwicklungsstufe erreicht als die heutige Menschheit, geht gegen Null - weil sie sich vorher selbst auslöscht;

Fast keine hoch entwickelte Zivilisation ist daran interessiert, Wesen wie den Menschen im Computer zu simulieren;

Oder wir leben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in einer Simulation."



Wer weiß woher das ist? Ich meine, wer das ursprünglich gesagt hat.

Es klingt ein bisschen bekloppt, aber ich habe beim aufräumen ein "Star-office-file" (!!) auch meinem Rechner gefunden, in dem nix als der oben stehende Text zu finden ist.

????

Jajaordnungistdashalbeleben.

Ich wohn in der anderen.