2007-09-30

Paradies

Ich wünsch mir einen Planeten, auf dem sich alle siezen, und dabei die Augen vor Liebe brennen.

Und Himbeereis. Ganz viel.



Weiter mit Musik:



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Ich bitte, meine derzeitige Verfassung zu ignorieren. Sonst passiert noch was.

Genialer Trick

Genialgenialgenial!!!!

Hier ist das Interview mit einem Berühmten Künstler, der eigentlich keine Interviews gibt und die Veröffentlichung dieses Interviews kurz vor Toreschluss verweigert hat. Jetzt online, aber ohne Namen! Hihi. Saugut!

Der macht überhaupt geile Interviews (hab ich glaube ich schon mal gepostet) auf einer schönen simplen Website (Supername, btw.:http://andremuller.com-puter.com/)


Edith: Psssst! Don't mention the war name!!!

Noch eine Edith: Und das Interview ist echt gut.

Und noch eine: Nicht aus dem Interview zitieren! Sehr gefährlich.

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2007-09-28

Keiner?

Der letzte Teil. Der ist ein bisschen schwierig.

Man wurde instruiert, doch bitte zwei Arbeiten für die Auktion zu kennzeichnen mit einem Post-it Aufkleber. Gerne. Nach einer Weile ging es dann in den bereits restaurierten Festsaal. Ein GROSSARTIGER Raum, mit Stuck, wie ich ihn noch nicht besser gesehen habe. Nicht protzig, nicht karg, sehr komplexe Ornamente (nein, ich lenke nicht ab! Menno. Das war wirklich sauschön!).
Die Veranstalter hatten noch nie eine Auktion gemacht, die Besucher vermutlich auch noch nicht mit-, nur wenige nahmen sich ein Bieterkärtchen.
Ein Herr fungierte als Auktionator, einer als eine Art Laudator mit einer Präsentatöse als Assistenz.

Das erste Bild wurde aus die bereitstehende Staffelei gestellt (so gut sowas eben geht, mit Papier...), Lobende Worte ertönten, sodann frug der Auktionator nach Geboten.

Er frug nach Geboten.

Und ausserdem ist das für einen Guten Zweck, ein Teil (10%) gehen in die weitere Restaurierung des Schlosses!

Er frug nach Geboten.

Man enthielt sich eisern des Gebots. Nunja, äh, wir machen dann einfach mal weiter, äh als nächstes kommt dann ...

Das nächste Bild wurde aus die bereitstehende Staffelei gestellt (so gut sowas eben geht, mit Papier...), Lobende Worte ertönten, sodann frug der Auktionator nach Geboten.

Er frug nach Geboten.

Denken Sie an Weihnachten!

Er frug nach Geboten.

Man enthielt sich eisern des Gebots. Nunja, äh, wir machen dann einfach mal weiter, äh als nächstes kommt dann ...

Das nächste Bild wurde aus die bereitstehende Staffelei gestellt (so gut sowas eben geht, mit Papier...), Lobende Worte ertönten, sodann frug der Auktionator nach Geboten.

Er frug nach Geboten.

Ein Schäppchen!

Er frug nach Geboten.

Man enthielt sich eisern des Gebots. Nunja, äh, wir machen dann einfach mal weiter, äh als nächstes kommt dann ...

HALT! Ein Gebot! Werbietetmehrwerbietetmehrwerbietetmehr?
Zum Ersten, zum Zweiten usw.

Der Laudator war einmal in der interessanten Situation, über Arbeiten zu sprechen, die er selber gemacht hat. Insgesamt wurden von ca. dreissig Arbeiten vielleicht(!) fünf verkauft. (Eins von mir übrigens auch, aber das ist ein Sonderfall, gilt nicht).

Es war ein großer Moment von Wirklichkeit inmitten von einer Soße von großen leeren Worten. Kunst anschauen kostet wenig, oftmals gar nix. Da kann man viel erzählen, wie wichtig doch Kunst in unserer Zeit usw. Aber wenn die Frage ist, dafür Geld auszugeben, dann ist das ein Kontakt mit der Wirklichkeit, der fast immer unangenehm, aber immer heilsam ist. Man ersetze in den diversen Sprichwörtern und Phrasen, die um Geld gehen, nur mal das Wort "Geld" mit "Wirklichkeit". Sehr erhellend.

Diese Auktion war die bisher eindrücklichste Demonstration der Tatsache, das Kunst entweder ein Luxusgut ist (also Art cologne, richtige Auktionen etc.) oder ein Eventspektakel für alle (Documenta, Skulptur Münster etc.).

Fazit.
Insgesamt muss man (muss niemand, ich will) drei Akpekte sehen: Die eigentliche Arbeit dort mit den Kollegen, die SEHR GUT war. Mitsamt der Athmosphäre zwischen den Beteiligten.
Die Präsentation der Arbeiten, die Jaques Tati nicht besser hätte machen können, sehr skurril und witzig.
Und die Auktion, die allen (mir jedenfalls) mit gleißender Schärfe demonstrierte, das man Kunst nicht für Leute machen sollte, sondern für seine eigene Vorstellung von Kunst (die man dann aber doch schon irgendwie haben sollte...).

Außerdem war das Essen gut.


Und das mit dem Verkaufen von Kunst: Leute, davon verstehe ich nix. Dat müssen echt andere machen.

Ich kauf ja auch keine Kunst. Wozu auch?



Man könnte noch viel erzählen von Ossiwessi - Gesprächen, die sehr gut waren, von alten Männern, die im leicht streifigem Zustand anfingen, U-Bootgeschichten zu erzählen (was bin ich froh, die Zeiten nicht erlebt zu haben. Aber wer weiß was noch kommt...).

Sollte sich jemand durch meine Schilderung (die wirklich sehr subjektiv ist) beleidigt, verletzt oder in seiner Ehre beschädigt fühlen, tut mir das Leid und ich entschuldige mich hiermit dafür bei ihm im Lasteneinzugsverfahren.



Irgendwie sind kurze Beiträge besser.

2007-09-26

Noch mal kurz was

Stoiber mawida

Hihi

2007-09-25

Nochmawatzwischendurch

Bitte mal schaun

Großartig.

2007-09-24

Gelbe Wäscheleine - Trinkgelage 3

So. Wir waren bei der Präsentation der Arbeiten zum Ende des Symposiums. Da, ich erwähnte es bereits, alle mit Papier gearbeitet hatten (für Leute, die neu dazugekommen sind: Teil 1 und Teil2), stellte sich nun verschärft die Frage nach der Präsentstion der Arbeiten.
Papierarbeiten sind ja immer so eine Sache. 'ne Leinwand ist auf dem Keilrahmen, kann man einfach aufhängen. Aber Papierarbeiten (sehr vornehmes Wort, übrigens. So vom Klang her. Ähm. Vergesst es.) sind ja einfach nur Zettel. Geht ohne Rahmen eigentlich nicht. Oder ohne rahmenlose Bilderhalter. Außer man ist ganz furchtbar unkonventionell, und hängt die Sachen einfach als Zettel an die Wand (Gähn).

Nicht so hier. Rahmen gab es nicht. Aber eine grandiose Idee. Behufs der Präsentation spann man eine zitronengelbe Wäscheleine kreuz und quer über den ovalen Schlosshof. Und, ja, man befestigte die Kunstwerke mit hölzernen Wäscheklammern, made in China oder Knast. Zwei der eher impressionistisch arbeitenden Herren kannten dieses Konzept offensichtlich. Jedenfalls hatten sie eine eigene (weiße) Wäscheleine mitgebracht, und bunte Klammern. Es ist alles steigerungsfähig.

An dieser Stelle muss ich erwähnen, daß mein Vertrauen in die Vorstellung der Veranstalter, was denn eine Kunstausstellung sei, einen leichten Knacks bekam. Das Essen dort war übrigens sehr gut.

Man sollte sich nun dort aufhängen, empfohlen wurde eine farblich oder thematische Gruppierung. Ich war in der Situation etwas ratlos, aber nicht unamüsiert.

Um mich herum wurde nun eifrig an Passepartouts für die Papierarbeiten gebastelt, denn "dann kommen die Arbeiten ja erst zur Geltung". Ich vergaß im übrigen zu erwähnen, das in dem Hof eine dem Hamburger Hafen nicht unwürdige steife Briese von "rund um den ovalen Hof" her wehte. Die Passepartouts hielten fest, nur die Bilder flogen öfter mal um den Hof.

Ich mag keine Passepartouts. Aber ich kenne mich jetzt mit den Feinheiten von Wäscheklammern aus. Von mir flog jedenfalls nix rum...

Alles in allem: Sehr vergnüglich, aber das Kontemplative eines Ausstellungsbesuches wollte irgendwie nicht aufkommen.

Generell möchte ich hier ein kleines Einschübsel vornehmen:

Ich betrachte das hier beschriebene Event nicht als etwas, das ich unter dem Stichwort Kunst / Präsentation / Öffentlichkeit einsortiere. Das war vorher klar. Die Meßlatte für mich war: Mal woanders mit ein paar bekannten und unbekannten Kollegen konzentriert malerisch/zeichnerisch was machen. Und sächsische Küche. Damit bin ich voll zufrieden.

Und über die Auktion nächstes Mal.

2007-09-23

Intermezzo zwei. Leider.

Gut gemacht:



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Hab grad echt keine Zeit. In den nächsten Tagen aber.

2007-09-18

Intermezzo oder so

Ähm. Bitte mal hier gucken

Was sollen wir malen - Trinkgelage 2

Wo waren wir? Ach ja: Hochinteressant. Generationenkonflikt.

Diese Symposium gibt es seit sieben Jahren. Es ist in der Zeit von verschiedenen Leuten organisiert worden. Diesmal von einem Künstler, der zu DDR-Zeiten ein ziemlich wichtiger Kulturmensch war. Der hat Leute aus seiner Generation eingeladen, natürlich, und auch jüngere. Die Jüngeren (ich bin als Wessi da ein Sonderfall, und superjung auch eher nicht...) waren deutlich in der Minderheit, und es war darob ein leichtes Murren zu vernehmen (Früher waren viel mehr Leute da, auch zur Ausstellung, die Pesse etc...)

Es war schlicht so, das ein doch sehr DDR-geprägter Kunstbegriff eher widerwillig mit einem Minderheitenprogramm verziert worden war. Da war ein über achzigjähriger Veteran, dem man den Impressionismus ohne weiteres abnahm. Da waren die Träger der Baskenmütze, und ein Herr, der mit einer Sturheit Dürerzeichnungen machte, das man erst grinsen musste, und dann aber ehrlich einfach froh wurde. Und auf der anderen Seite waren ein paar jüngere Frauen, die mit Collagetechniken, Photographie und solchen Waffen sich der Langeweile und Imitation zur Wehr setzten, erfolgreich zur Wehr setzten. Ein sehr guter expressiver Zeichner älteren Baujahrs, der richtig gut war, der richtig richtig gut war. Allein wegen dem hat sich das gelohnt. Und natürlich der einzige Plastiker, aus Berlin, der mir sagte, man empfahl ihm, er solle doch auch auf Papier arbeiten, die anderen würden doch auch alle und das wäre doch usw.
Er hat dann eine Plastik aus Papier-Maché gemacht...
Ich war, wie gesagt, der Exot, dem man mit deutlichem Verteidigungstonfall erklärte, das es zu DDR-Zeiten durchaus Kunst (neben der offiziellen, natürlich...) gab. Was zu bezweifeln, nur Markus Lüpertz und ähnlichen Deppen einfallen würde. Oder Leuten, die unter den DDR-Verhältnissen gelitten haben. Aber die sind nicht unbefangen. Die dürfen das.

But I digress. Die jüngeren jedenfalls maulten über die älteren, was mir einzuleuchten begann, als ich sah, wer als Ausstellungsbesucher (also Kaufinteressent) eingeladen wurde. Die liefen auch mit Baskenmütze rum.
Der Publikumspreis war damit dann auch erledigt. Aber das ist vorgegriffen, erst kommt ja noch die Ausstellung, die Präsentation der Arbeiten.

Später.

2007-09-17

Malerei Trinkgelage

Symposium ist die Zeit nach dem Essen im antiken Griechenland, wo Getränke, meist Wein, nachgegossen wurde und wo man einander mit philosophischen Spitzfindigkeiten zu beeindrucken suchte.

Jo.

Wolkenburg liegt bei Kaufungen bei Limbach-Oberfrohna bei Chemnitz in Sachsen in Deutschland in Europa auf der Erde. Da ist eine alte (12.Jh.) Burg, die im 18.Jh. zu einem Schloss erweitert wurde. Ein Förderverein kümmert sich um die Restaurierung mit dem Elan und der Zähigkeit, auf die man oft auf lokaler Ebene trifft und über die man immer wieder staunt.

Um es vorwegzunehmen: Es war sehr gut, hochinteressant und auch skurril.

Sehr gut
Sehr gut war die Stimmung unter den Leuten, wie sie eigentlich immer gut ist in Ostdeutschland in Zusammenhängen, in denen in Westdeutschland eine Konkurrenzspannung zu spüren wäre. Da laufen die Prozesse etwas anders ab. Dazu später.
Ach so. Was da überhaupt ablief: 15 Künstler (Ok. Zumindest Leute, die malen, zeichnen, photographieren und Skulpturen machen, und das auch ernst meinen. Ob das alles Künstler waren, möchte ich hier nicht diskutieren, dazu ist das Internetz zu klein, und dann geht wieder die Fragerei los, wer das wieder alles so voll gemacht hat...)
Also. Fünfzehn Leute wurden eingeladen zu arbeiten, drei Tage lang auf dem Gelände des Schlosses Wolkenburg derer von Einsiedel (ist das nicht großartig? hihi. Gehört dem Grafen und der Gräfin von Einsiedel aber nicht mehr, weil: von den Russen enteignet. Sind aber im Förderverein. Nicht die Russen.). Am Ende erfolgte eine Präsentation, eine Verleihung eines Publikumspreises (das ist ein besonderes Kapitel) und, das schärfste: eine Versteigerung.
Aber eins nach dem anderen.
Man sucht sich ja immer die Leute, mit denen man kann, und meidet freundlich lächelnd jene, mit denen man meint, nicht zu können. Also ich zum Beispiel meide meistens Leute, die mit Baskenmütze unterwegs sind. Die müssen gar keine auf haben, nicht mal überhaupt eine haben. Ich meine die etwas bornierte spätimpressionistische künstlerische Haltung, die das symbolisiert.
Ach, und nochwas: Was ich hier auf keinen Fall machen werde, ist, mich über irgendwen dort lustig zu machen, denn eins kann man allen, die da waren, locker unterstellen: das sie ernsthaft bei der Sache waren.
Ich muss an dieser Stelle auf einen wichtigen Unterschied zwischen Ost und West aufmerksam machen, der mit sozialistischem Realismus nur unvollständig beschrieben wird.


DAS WIRD EIN ETWAS LÄNGERER TEXT! WER KEINEN BOCK MEHR HAT, KANN HIER JA AUSSTEIGEN...

BIS ZUM NÄCHSTEN MAL!!!

Der Punkt ist nicht der soz.Rel. (schick, näch?). Der Punkt ist, das Duchamp gar nicht und die klassische Moderne auch nur bis zum Stalinportrait von Picasso im Osten stattfand.
Im Grunde, und das finde ich hochspannend, ist dort von der Rebellion des Imressionismus gegen das Historienmalerei-Gebot (Entweder europ. Geschichte, Bibel, oder alte Griechen, sonst nix Kunst) über den (in der Gegend um Chemnitz entstandenen) Expressionissmus eine undgebrochene Linie, eine kontinuierliche Mentalität vorhanden.

Und dort wird mit einer Inbrunst und einem Ernst argumentiert, wie er deutscher nicht sein kann. Wenn man dem mit den ganzen konzeptuellen Fragestellungen mit ihren eleganten Argumentationen im Kopf, wie sie französischer nicht sein könnten, gegenübersteht, wird man von dieser fast humorlosen Erdschwere erstmal einfach plattgemacht. Erstmal.
Denn diese Haltung ist in einer Krise, auf die mit sturem Beharren (Baskenmütze: Postkartenmotive, sonst nix Kunst) oder ewas orientierungslosen Formexperimenten reagiert wird, bei denen aber interessante Dinge rauskommen.
Das interessante Projekt wäre, diese Ungebrochenheit zu bewahren, ohne mit Ignoranz auf die Fragen von Herrn Duchamps und seinen Imitatoren, wie sie sich unausweichlich stellen, zu reagieren. Sehr deutsches Problem.

Hochinteressant
Hochinteressant war, zu beobachten, wie unter der in Ostdeutschland (zu recht) hochgehaltenen Kollektivität (jaja, Zusammengehörigkeitsgefühl, menno) Konflikte laufen. Es gab da einen unterirdischen Generationenkonflikt.

Und ich habe gerade keine Zeit mehr, zu schreiben.

Fortsetzung folgt.

2007-09-13

Wolkenburg und Haka

Ich bin die nächsten Tage nicht da, sondern auf einem Malereisymposium (Sowas gibt es). Und zwar in Wolkenburg. Was ich einen wunderbar weltfremden Namen finde.

Edith (hihi):
Und außerdem haben die Allblacks einen neuen Haka. Sehr heftig. Achtet mal auf die Gesichter der Südafrikaner...



Tonga hat jetzt auch einen:



via

2007-09-10

Nudeln und Bohnen

Das hier ist dann so schlimm, das man das eigentlich schon wieder unter Kunst einsortieren muss. Unglaublich.

via ronsens



PS.: Hat jemand den Bericht neulich auf Arte gesehen, über Kunst von geisteskranken (Sammlung Prinzhorn)?

Ich weiß jetzt wo Max Ernst den Most holt. Menno.

PPS.: PS in Weblogs ist schon echt bescheuert. Ähm.

2007-09-08

Armbanduhr

Nun wisst ihrs. Ich liebe (Werbe-)Filme aus der Gegend. Der erste, den ich gesehen habe, das war ca 1985, war eine Fahrt eines pakistanischen Liebespaares auf einem Moped irgendwo dort in dem Al-Qaida-Gebirge, eine Road-Operette. Der Kameramann auf dem baugleichen Gefährt einhändig hinterher (man sah ständig den Schatten). Die Fahrt, die man da über 35 Minuten durch die Serpentinen sehen konnte, hätte hier sofortigen Knast gegeben, und danach Idiotentest, bis man Idiot ist.
Laut erläuterndem Untertitel war das ein Duett in Urdu, das das Entstehen der zarten Bande der Mopedfahrer beschrieb. Während die Liebhaberin andauernd flirtend in die Kamera blickte, tat das der Fahrende Liebhaber nur gelegentlich, aber dramaturgisch sehr gekonnt, es blieb die ganzen 35 Minuten sehr spannend.

Aber das nur nebenbei.

Was so rattenscharf an dem Film ist, ist das unverschlüsselte Glückseligkeitsversprechen, das dem Besitz einer Uhr zu entspringen scheint. Das kommt uns Kolonialisten, die wir zumindest mal waren, so schön ureinwohnermäßig naiv vor. (Ähnlich wie die berühmte indonesische Reissorte "Telefon", und die Nudelsorte "Bügeleisen", auch aus der Gegend)

Die Erzählung ist nicht, wie süss die naiven Asiaten dort doch sind, die Erzählung ist, wie sehr der imperiale Blick des 19. Jahrhunderts immer noch in den Knochen ist. Sonst wär das ja für uns überhaupt nicht sichtbar.

Wenn man das sieht, schmuggelt es einem die eigene Sicht auf die Dinge ins Blickfeld und man sieht es erst, wenn man sich bewegt. Und dazu ist Kunst da.

via (wahr ja klar...)

2007-09-04

Schreibwas

Internetzliteratur, anyone?

2007-09-03

Eno Henze

Man schaue mal hier. Oder hier (insbesondere die Beobachtungen).

Alleine das Wort "Systemstrahlung".

Ich freu mich ja immer über sowas. Und ich will gar nicht wissen, ob das Kunst ist oder nicht. Tralala.

Ich muss im Moment eine deutliche Theorieüberlastung feststellen.

Theorien vermitteln immer den trügerischen Eindruck, sie seien eine Navigationshilfe. Man kann damit nur den Müll der da sowieso schon rumsteht, rechtwinklig anordnen.

Für die Fahrt vorraus hilft das Null.

Da hilft nur Praxis, und die braucht Zeit. Hachschwierig.